Wie man im alten Ägypten auch lebte - hart und entbehrungsreich als Handlanger, auskömmlich als Bauer, weitaus leichter als Beamter oder elegant als Künstler - man hatte keine Angst vor dem Tod.

Denn nach dem Tod, so glaubten die Ägypter, setzt sich eines Tages das Leben fort. Die Seele kehrt in den Körper zurück. Dazu ist es nur nötig, dass der Körper gut erhalten bleibt. Deshalb wurden die Leichen äußerst kunstvoll und mit Hilfe aller damals bekannten chemischen Tricks in Mumien verwandelt.
Und darum legte man vor allem Wert auf ein wohlausgestattetes Grab, für das ein jeder schon zu Lebzeiten sorgte - ein Grab, in dem, je nach Vermögen, möglichst viele und schöne Dinge gleich zur Hand war, wenn man wiederauferstand.
Das
Reich, in das die Toten später wandern würden, lag im Westen,
gegen Sonnenuntergang. Deshalb finden Sie viele Totenstädte Ägyptens,
auch die Pyramiden, am Westufer des Nils. Dann war es im neuen Leben nicht
nötig, den Fluss zu überqueren.
Die alten Ägypter kannten viele Götter. Die hatten oft Tierköpfe. Anubis sah aus wie ein Schakal, der Sonnengott Re wie ein Raubvogel, Seth halbwegs wie ein Pferd, Chons und Horus wie Falken, Harberis wie ein Sperber, Sobek wie ein Krokodil, Amun und Chnum wie Widder, Bastet wie eine Katze und Toeris wie ein Nilpferd. Gott Chnum formte Menschen auf der Töpferscheibe, Osiris war Richter über die Toten, Re der Sonnengott, und Amun zeichnete für die Gesamtschöpfung verantwortlich.
>> Pharaos und andere Götter
>> So entstand die erste Pyramide
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