Hier finden Sie Informationen zu Reisen in Ägypten |
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Reisen in Ägpten
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Reisen in Ägypten·Die Ägypter IIBodenarmut und KinderreichtumDer Staat tut für die Fellachen im Niltal, was er kann. Das muss man anerkennen. Er gründet Genossenschaften. die von Diplom-Landwirten beraten werden. Er hält Pachtzinsen niedrig, vermittelt Darlehen und Leihmaschinen für den Ackerbau. Überall werden Kurse gehalten, die der Berufsausbildung dienen. Die Frauen werden in Säuglings-, Kranken- und Haushaltspflege unterrichte. Man baut Krankenhäuser, Schulen und Moscheen. Aber zwei Faktoren erschweren diese staatliche Fürsorge. Erstens ist die nutzbare Bodenfläche sehr begrenzt - Man versucht alles. um sie zu erweitern. Dazu wurde der große Staudamm bei Assuan gebaut, mit dem sich Ägypten auf Jahrzehnte hinaus verschuldet hat, obwohl viel internationale Hilfe eingeflossen ist. Andere Projekte wie das teilweise Trockenlegen der wenigen Seen, um Land zu gewinnen, und der Bau eines 76 Kilometer langen Kanals zwischen dem Mittelmeer und der Kattara-Senke in der Libyschen Wüste werden Unsummen kosten. Überall. wo der Grundwasserspiegel noch erreichbar sein könnte. werden Brunnen gebohrt. Besonders im Delta-Gebiet des Nils hat man damit viel Erfolg. Seit Jahren werden dort eiweißhaltige Pflanzen angesät und dann untergepflügt, um eine Humusschicht zu schaffen, auf der man Gemüse pflanzen und sogar Rinder ziehen kann. Und auch die Fellachen lernen, aus wertlosem Boden fruchtbaren zu machen. Auf diese Weise hat sich der nutzbare Boden schon verdoppelt. Aber die Bevölkerung hat sich in den letzten hundert Jahren verfünffacht. Das ist das zweite Problem: der Kinderreichtum. Viele Kinder zu bekommen, gilt unter den Fellachen als gute Kapitalanlage. Doch die meisten dieser Kinder gehen nicht zur Schule. Das Land, das als zweites in der Welt (nur die Sumerer kamen da zuvor) schon vor 5000 Jahren eine Schrift entwickelte - ausgerechnet dieses Land kämpft nach wie vor gegen das Analphabetentum.
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