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Reisen in Thüringen·Erfurt II

Luther hielt nicht viel von Erfurt

In den Jahrhunderten, da es den Erfurter Kaufleuten gut ging, machten sie viel aus ihrer Stadt.

Erfurt hatte alsbald eine eigene Münze und leistete sich ab 1392 sogar eine eigene Universität, die sich schnell als Hochburg des Humanismus profilierte.

Im Haus "Zur Engelsburg" in der Allerheiligenstraße, wo sich der Kreis der namhaftesten Humanisten traf, schrieb Ulrich von Hutten seine "Dunkelmännerbriefe". In denen wandte er sich gegen die Dominikaner und die Rückständigkeit der Wissenschaften in Deutschland. Sein Freund Martin Luther studierte an der Erfurter Universität und war später Mönch im Augustinerkloster. Er hielt allerdings nicht viel von der Stadt: "Im Übrigen war Erfurt nichts besseres denn ein Hurenhaus und Bierhaus".

Leidenschaftliche, oft gefährliche Protest-Demonstrationen gehören seit jeher zu Erfurts Geschichte. Eine, zum Beispiel, gab es 1521: Die "Pfaffenstürme". Erfurter Bürger, Bauern und Studenten empörten sich massiv, weil sie sich von den Domherren ausgebeutet fühlten.

Die Altstadt sollte abgerissen werden

Oder, ganz in unserer Zeit, 1989: Da wollte die SED-Regierung Erfurts wunderschöne Altstadt schlichtweg abreißen, um Modernes hinzubauen. So stellten sich Tausende Erfurter entlang der Stadtmauer auf - ein Menschenwall, der nicht erlaubte, dass Abriss-Bagger in die Altstadt kamen.

Die Erfurter haben es verstanden, die Atmosphäre ihrer Stadt über alle schweren Zeiten zu erhalten. Erfurt zählt nach wie vor zu den schönsten Städten Deutschlands. Man nannte es früher auch schon das "Thüringische Rom" - aber die Stadt hat durchaus nichts museales. Sie ist, zwischen all dem Fachwerk, sehr lebendig.

Bis 1945 gehörte Erfurt, obwohl es in Thüringen liegt, zu Preussen. Erst dann wurde es Thüringens Hauptstadt. Die hieß bis dahin Weimar.

>> Todesstrafe für die Teufelsfarbe
>> Luther hielt nicht viel von Erfurt
>> Erfurts ganzer Stolz: die Krämerbrücke
>> Eine der größten und besten Kirchenglocken
>> "Zum grünen Sittich und gekrönten Hecht"
>> Ein Glockenspiel mit 60 Glocken
>> Mit der Erzbischöflichen Statthalterei
>> Aus der "Iga" wurde die "Ega"

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