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Reisen in Thüringen·Erfurt IV

Eine der größten und besten Kirchenglocken

Die beiden schönsten Bauten der Stadt stehen auf dem engen Domhügel: Mariendom und Severikirche bilden ein malerisches, gleichsam über den Dächern der Altstadt schwebendes Bauensemble.

Vom Domplatz führt eine breite Freitreppe mit 70 Stufen hinauf. Der Dom, ursprünglich ein romanisches Bauwerk, erhielt im 14. Jahrhundert (auf einer künstlichen Erweiterung des Hügels) einen hochgotischen Chor. Als hundert Jahre später das Kirchenschiff einstürzte, wurde eine dreischiffige Halle mit hohen Netzgewölben gebaut. Erst im 19. Jahrhundert erhielten die drei Türme ihre Spitzhelme; im mittleren hängt eine der größten und klangreinsten Kirchenglocken der Welt, die "Mater Gloriosa" von 1497. Sie ist ein weltweit nie wieder erreichtes Meisterstück der Glockengießer-Kunst.

Am "Triangel", dem spätgotischen Portalvorbau, sehen Sie großartige Steinplastiken. Aber auch im Innern des Doms gibt es viel Schönes zu sehen. Interessant ist der Grabstein des Ritters von Gleichen mit seinen beiden Frauen, die er gleichzeitig hatte. Reizvolle Details entdecken Sie auch am gotischen Chorgestühl und den strahlenden spätgotischen Glasfenstern.

Ein Sarkophag aus dem Jahr 1365

Daneben steht die fünfschiffige mächtige Hallenkirche St. Severi mit ihren drei Türmen. Sie entstand im 14. Jahrhundert im Stil der Frühgotik. Über dem Südportal sehen Sie die Figur des Heiligen Severus als Bischof; innen steht sein mit viel Phantasie geschmückter Sarkophag aus dem Jahr 1365. Die Deckplatte (mit einem Relief des frommen Mannes samt Frau und Tochter) ziert inzwischen die Ostwand, rechts vom Chor.

Auf der Seitenplatte ist meisterhaft eingemeißelt, wie Severus - angeblich - Bischof wurde. Er war Tuchmacher in Ravenna. Bei einer Bischofswahl setzte sich zufällig eine Taube auf seinen Kopf. Das galt als Gotteszeichen.

Gleich neben dem Domberg erhebt sich der Petersberg. Auf dem ließ der Mainzer Erzbischof 1664 rund um das dortige Kloster eine gewaltige Befestigung bauen: Er traute den Erfurtern nicht. Bis ins 19. Jahrhundert wurde an der Anlage weitergebaut. Die meisten Bauten brach man später wieder ab. Doch von den ältesten blieben mächtige Bastionen übrig, das Kommandantenhaus und ein Barocktor mit dem riesigen Wappen des Kurfürsten Johann Philipp von Mainz. Von dort oben haben Sie einen umfassenden Blick über die Stadt.

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