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Reisen im Odenwald·Historie II

Hier wurde Siegfried umgebracht

Von dem kurzlebigen Burgunder-Königreich zu Worms wüßten wir so gut wie nichts, wenn da nicht das Nibelungenlied wäre, die Geschichte von Jung-Siegfried und dem finsteren Hagen.

Dieses Epos (das allerdings erst im Mittelalter entstand) schildert höchst dramatisch Glanz und Untergang jenes ersten Burgunderreiches, wobei Geschichte und Mythos, Dichtung und Wahrheit schier unentwirrbar verflochten sind.

Im Nibelungenlied kommt der Odenwald häufig vor. Er war offenbar das Lieblings-Jagdrevier von Burgunderkönig Gunther, von Hagen, Siegfried und den anderen Recken. Hier wurde auch, als es sich gerade so ergab, an einer sonst ganz erquickenden Quelle der edle Siegfried vom üblen Hagen abgemurkst.

(Wobei diese Zuordnung von "edel" und "übel" durchaus neuerer romantischer Betrachtungsweise zuzuschreiben ist. Damals war das anders. Da hielt man es für ganz in Ordnung, dass nüchtern und vernünftig vorausdenkende Menschen wie Hagen nutzlose und kostspielige Sunnyboys wie Siegfried entsorgten.)

Die Burgunder wurden in Ungarn umgebracht

Durch das odenwäldische Bergland zog ein Teil der Burgunder auch nach Ungarn zu einem genau beschriebenen Fest am Hofe des Königs Etzel. Das ging für viele Burgunder leider etwas peinlich aus; sie wurden dort nebenbei umgebracht.

Viele kluge Menschen haben sich den Spaß gemacht, herauszufinden, wo im Odenwald sich das alles zugetragen haben mag. Diese Detektivarbeit wird nicht gerade einfacher, wenn man bedenkt, dass der hürnerne Siegfried sowie der grimme Hagen (und nicht nur sie) schlichtweg Phantasiegestalten sind. Man kann also nur verfolgen, wo sich der (oder die) Dichter des Nibelungenliedes ihre Helden vorstellten. Das ist nicht einfach.

Mindestens drei Orte im Odenwald legen Wert auf die Feststellung, sie besäßen die wahre Siegfriedquelle. Auch über den Weg, den die Burgunder bei ihrem fatalen ungarischen Festbesuch nahmen, streiten sich die Gelehrten. Die inzwischen so benannte Nibelungenstraße (simpler: B 47) war es sicherlich nicht; damals gab es hier höchstens einen Maultierpfad. Eher könnten die Nibelungen der Siegfriedstraße (sprich: B 460) von Heppenheim über Fürth gefolgt und dann erst auf der Nibelungenstraße über Michelstadt nach Amorbach, Miltenberg und weiter mainaufwärts gezogen sein.

Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass sie die schon damals vielbenutzte Neckartalstraße nahmen.

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