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Reisen in Montenegro·Ein Staatsproblem II

Die Sprachkünstler

Die Jugoslawen waren nie ein einheitliches Volk.

Sie setzten sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Rassen und Typen zusammen, denen eigentlich nur eines gemeinsam war: dass sie vitale, energische und, wenn man ihre Freundschaft gewonnen hat, ungemein zuverlässige Leute sind. Menschen von zumeist bäuerlichem Schlag, auch wenn sie in der Stadt leben und hohe Ämter bekleiden, Künstler sind oder wissenschaftlichen Ruf haben.

Unterschiede zwischen arm oder begütert, berühmt oder unbedeutend gelten wenig. Man setzt sich ganz selbstverständlich an den gleichen Tisch, isst und spricht miteinander. Das rührt wohl daher, dass in dem Gebiet, das Jugoslawien hieß, von jeher Menschen ganz verschiedener Art, Rasse und Glaubenszugehörigkeit miteinander leben mussten: Moslems, Juden und Christen; Serben, Kroaten, Slowenen, Montenegriner, Mazedonier, Ungarn und Albanier; Türken und Zigeuner, Deutsche, Tschechen und Italiener.

Drei Sprachen waren amtlich

Sobald die Gefahr politischer oder wirtschaftlicher Bevormundung drohte, begegnete man einander mit äußerstem Misstrauen. Sonst aber vertrug man sich quer durch die verschiedenen Landesteile (und auch mit ausländischen Touristen) recht gut.

Jugoslawen, die sich überall in ihrem Lande verständlich machen wollten, mussten Sprachkünstler sein. Viele sind es nach wie vor.

Drei Sprachen waren amtlich: Serbokroatisch, Mazedonisch und Slowenisch. Aber das genügte noch nicht; man hörte auch viele andere Idiome. Allein in der kleinen Provinz Kosovo gelten noch heute neben dem Serbokroatischen auch Albanisch und Türkisch als Verwaltungssprachen. Und in der Vojvodina ist sogar gesetzlich garantiert, dass Serbokroatisch, Ungarisch, Slowakisch, Rumänisch und Ruthenisch gleichberechtigt sind.

Dass bei alledem viele ehemalige Jugoslawen auch noch gut deutsch sprechen, wundert kaum. Darauf kommt es ihnen auch nicht mehr an.

>> Das jugoslawische Problem
>> Die Sprachkünstler

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