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Reisen in der Altmark·Braunschweig I

Das hat man Heinrich dem Löwen zu verdanken

Braunschweig, am nordwestlichen Rand des Naturparks Elm-Lappwald, war einst eine sehr schöne Stadt - vor dem Krieg. Teile von ihr hat man sorgfältig restauriert.

Ganz früher war es eine Burgsiedlung - der Lieblingsaufenthalt von Welfenherzog Heinrich dem Löwen. Der baute die Siedlung mächtig aus und erhob sie zur Stadt, die man "Brunesguik" nannte. Sie wurde Mitglied der Hanse und hatte im späten Mittelalter nicht weniger als sieben Pfarrkirchen - was für eine hohe Einwohnerzahl spricht.

Schon 1690 eröffnete die Braunschweiger Oper, 1745 wurde das Collegium Carolinum (die technische Hochschule und heutige Universität) gegründet. Von 1753 bis 1918 war Braunschweig die Residenz des gleichnamigen Herzogtums.

Im zweiten Weltkrieg ging fast die ganze Altstadt verloren. Über 800 alte Stein- und Fachwerkhäuser wurden vernichtet, doch die bedeutendsten der mittelalterlichen Bauten glücklicherweise nur beschädigt. Sie konnten wieder hergestellt werden. So schuf man einige "Traditionsinseln" aus restaurierten und rekonstruierten Gebäuden - und gab dem Rest der Stadt moderne Züge.

Traditionsinsel eins: der Burgplatz. - Dieser unregelmäßig geformte historische Platz war schon im Mittelalter und ist noch heute das Zentrum der Stadt. Hier steht Burg Dankwarderode, die 1175 für Heinrich den Löwen erbaut wurde. Später verkam sie, wurde dann aber ab 1887 wieder so getreu wie möglich restauriert. Sie beherbergt heute die mittelalterliche Abteilung des Herzog Anton-Ulrich-Museums - vor allem eine beispiellose Sammlung mittelalterlichen Kunsthandwerks.

Davor erhebt sich ein steinerner Sockel mit dem prachtvollen Löwen, den Heinrich in Erz gießen ließ. (Es ist allerdings eine Kopie; der Original-Löwe ist im Schloß zu sehen.) Den Süden des Burgplatzes beherrscht der romanisch-gotische Dom St. Blasii, den Heinrich der Löwe von 1173 bis 1195 auf dem Platz einer frühromanischen Anlage bauen ließ.

Dieser Dom überdauerte alle Zeiten ohne große Blessuren. Im Mittelschiff liegt auf einem Sarkophag die originale Grabplatte mit Herzog Heinrich und Herzogin Mathilde. Nicht nur ihre fast lebensgroßen Liegefiguren sind dort zu sehen, sondern auch ein Modell des damaligen Doms. Der 1218 gestorbene Kaiser Otto IV. ruht vor dem Chor unter einer fast 500 Jahre später gegossenen Messingplatte. Beachtenswert sind auch die romanischen Wandmalereien im Hochchor und im südlichen Querschiff, der riesige siebenarmige Leuchter, den Heinrich stiftete, und das Imerward-Kruzifix, das noch aus der frühromanischen Vorgängerkirche stammt.

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