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NÜRNBERG·ALBRECHT DÜRER II

Wohlstand und Ansehen

Der fleißige, rechtschaffene Handwerkersohn Albrecht Dürer war schon in jungen Jahren ein angesehener Bürger Nürnbergs und einer der ganz wenigen, denen es möglich war, die gesellschaftlichen Schranken zum Patriziat zu durchbrechen.

Sein bester Freund, der Patrizier Willibald Pirckheimer, gehörte den herrschenden Geschlechtern an. Dürer widerfuhr die unerhörte Ehre, 1509 in den Rat der Stadt berufen zu werden.

Bei seiner zweiten Italienreise von 1505 bis 1507 besuchten sowohl der Doge als auch der Patriarch von Venedig Dürers dort gemietetes Atelier. Das war eine große Ehre. Aber obwohl ihm die Republik Venedig eine Dauerstellung mit einem stattlichen Jahresgehalt bot, kehrte Dürer in seine Heimatstadt Nürnberg zurück.

Das Porträtieren deutscher Kaufmannsfamilien in Venedig hatte sich bezahlt gemacht, denn zwei Jahre später erwarb Albrecht für 275 Goldgulden ein ansehnliches Wohnhaus am Tiergärtnertor. Hier zog er mit Frau Agnes, der kränkelnden Mutter, mit Gesellen, Lehrbuben und der Druckerpresse ein. Es blieb bis zu seinem Tod am 6. April 1528 Dürers Zuhause.

Dürer wurde kostenlos bewirtet

Albrecht Dürer verdiente gut. Er zeigte sich oft großzügig gegen andere und geradezu verschwenderisch gegenüber sich selbst: Er leistete sich teure Kleidung (in der er sich gern abbildete), aber auch Schmuck, Waffen und andere Sammlerstücke. Andererseits war er sparsam bis zum Geiz. Jeder ausgegebene Pfennig wurde notiert. Das zeigt sich besonders in seinem Reisetagebuch der Fahrt durch die Niederlande vom Juli 1520 bis zum Juli 1521, die er - ausnahmsweise - zusammen mit seiner Frau unternahm.

Sehr viel kosteten ihn diese Reise nicht. Die Leute rissen sich darum, den berühmten Maler kostenlos zu bewirten. Der König von Dänemark lud ihn in Brüssel zum Essen ein, die hoch angesehene Künstlergesellschaft von Antwerpen bat nicht nur den Meister, sondern - was damals recht ungewöhnlich war - auch Frau Agnes zur Tafel. Im Tagebuch ist alles vermerkt - aber auch die vielen Stüber, die Dürer dem Arzt und der Apotheke für Klistiere und Rezepturen geben mußte.

Auf dem Johannisfriedhof fand Nürnbergs größter Sohn seine letzte Ruhestätte.

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