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NÜRNBERG·EISENBAHN

Deutschlands allererste Eisenbahn

Mit dem Abfeuern von Kanonenschüssen und dem Jubel von 200 erlesenen Fahrgästen setzte sich am 7. Dezember 1835 die erste Lokomotive auf deutschen Schienen in Bewegung.

In einer guten Viertelstunde schaffte sie es, die neun vollbesetzten "Transportwagen", wie man die Waggons damals nannte, vom Nürnberger Spittlertor bis zum Stadtrand von Fürth zu ziehen.

Die rasende Fahrt der neuen Dampfbahn (Spitzengeschwindigkeit 40 Stundenkilometer) versetzte Passanten in Angst und Schrecken. Den Mann, der sich vorn am fauchenden Monstrum zu schaffen machte, hielten sie für den Teufel persönlich. Es war aber nur der Maschinenmeister William Wilson, der - ebenso wie die Lokomotive - aus England kam.

Neben Passagieren beförderte die Eisenbahn auch Waren. Das allererste Frachtstück war eine Kiste Nürnberger Bier für den Bahnhofswirt von Fürth. Eigentlich wollte König Ludwig I. von Bayern bei der denkwürdigen Jungfernfahrt zugegen sein. Sie war auch ursprünglich für de 25. August, den Geburtstag von Majestät, geplant gewesen. Doch die Lokomotive wurde nicht rechtzeitig fertig. So weilte der Monarch, der die nach ihm benannte "Ludwigsbahn" nach Kräften gefördert hatte, zur Zeit der Einweihung im fernen Griechenland. Doch am 17. August des folgenden Jahres holte man mit großem Pomp das Versäumte nach und Majestät sparten nicht mit königlichem Lob für das neumodische und schnelle Transportmittel.

Den Initiatoren des Nürnberg-Fürther Eisenbahnprojekts (Nürnberger Geschäftsleute und der bayerische Staat), das zunächst als reine Versuchsbahn eingerichtet worden war, wurde der Dampfbetrieb auf die Dauer zu teuer. So wurde bestimmt, dass nur jede dritte Fahrt mit mechanischem Antrieb, die anderen jedoch durch Pferdekraft durchgeführt werden sollten. Die Fahrgäste ließen sich's gefallen, denn so gewaltig war der Zeitunterschied ja nicht: Für die sechs Kilometer brauchte die Dampflokomotive 15 Minuten, die Pferde schafften es in 25 Minuten.

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