Reisen in El Salvador·Die Wirtschaft
Deutschland kauft
den meisten Kaffee
El Salvador ist Agrarland. Die Landwirtschaft
wird mit großen Anstrengungen modernisiert, denn sie bringt 60%
vom Bruttosozialprodukt.

Kaffeeproduktion
Und sie beschäftigt 40% der Arbeitskräfte. Hauptprodukt ist
Kaffee, der in alle Welt exportiert wird (und von dem, wie das Auswärtige
Amt stolz berichtet, Deutschland der wichtigste Abnehmer ist). Dieser
Kaffee macht 40% der landwirtschaftlichen Erträge aus. Weitere Anbauprodukte
sind Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Tabak, Mais, Kartoffeln, Gemüse
und Obst. Die Modernisierung der Landwirtschaft lohnt sich; sie führt
auch zu einer kontinuierlichen Erhöhung der Exporterlöse.
Die Bodenschätze sind spärlich.
Man fördert Kalk und Salz, im östlichen Landesteil finden sich
auch etwas Gold und Silber. Der bisher bescheidene Abbau von Kupfer, Eisen,
Zink, Schwefel, Blei, Quarz und Steinkohle soll in den kommenden Jahren
vorangetrieben werden.
Die Industrie beschränkt sich bis jetzt noch auf Lederwaren (hauptsächlich
Schuhe), Textilien, Lebensmittel und Getränke, chemische Produkte
und Tabakwaren.
Das dichtbesiedelte Land mit seinem beträchtlichen jährlichen
Bevölkerungszuwachs leidet unter hoher Arbeitslosigkeit: zwischen
20 und 30%. Und die jährliche Inflationsrate von 25% ist ein ernstes
Problem.
Und der Tourismus? Man hofft sehr, dass er bald eine größere
Rolle spielt.
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