Reisen in El Salvador·Die Menschen
Sie sind Christen und
beten zu Göttern
El Salvador ist dicht bevölkert -
dichter als Deutschland. Und fast alle Bewohner sind Mestizen ("Ladinos"),
also die Nachkommen aus Verbindungen von Spaniern mit der indianischen
Urbevölkerung.
Christusprozession
Nur noch 4% sind reine Indios, und die leben zumeist beisammen in eigenen
Ortschaften. Diese indianische Minderheit vermischt auf sehr originelle
Art Religionsinhalte der Mayas mit dem christlichen Glauben, dem sie längst
angehören.
Mehr als 1000 Jahre bewohnten die Mayas die Paläste und Tempel,
die man heute als archäologisches Erbe bestaunt. Dann verließen
sie diese - aus noch ungeklärten Gründen.
Trotz der Jahrhunderte, die inzwischen vergangen sind, pflegen die heutigen
Indios immer noch die alten Gewohnheiten und Rituale ihrer hochkultivierten
Vorfahren.
Sie bestellen die Äcker nach der alten
Methode, leben in Behausungen aus getrockneten Palmblättern und
tragen dieselben Trachten. Originell vermischen sie die uralten Religionsinhalte
mit dem inzwischen üblichen christlichen Glauben. Sie beten immer
noch zum Regengott Chac und feiern den Maisgott Xipe Totec.
Die Kreativität der maya-salvadorianischen Handwerker kann man
im ganzen Land finden. Entweder in Figuren aus Ton, Keramik, Bambus oder
Holz. Und auch in Textilien.
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