—–   Hier finden Sie Informationen über die deutsche Alleenstraße   –—

 

Deutsche Ferienstrassen·Die deutsche Alleenstrasse

Von Köthen und Plauen
bis zur Rhön

Die sonst sehr einheitlich auftretende Alleenstraße verhält sich zwischen der Lutherstadt Wittenberg und der Rhön gespalten. Sie geht zweierlei Wege: den nördlichen über Goslar, den südlichen über Dresden. Wobei man ehrlicherweise sagen muss: An diesem nördlichen Zweig, zwischen Goslar und der Gegend von Eisenach, gibt es sie offiziell noch gar nicht. Sie ist, wie es so schön heißt, "in Vorbereitung". Aber die Straße ist ja da, auch die anliegenden Orte müssen nicht neu erfunden werden. Sie können also ruhig so tun, als sei auch das schon die richtige Alleenstraße.

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Auf unserem Kartenblatt beginnt dieser nördliche Abschnitt der Alleenstraße bei

Köthen. Über diese Stadt, in der Johann Sebastian Bach Hofkapellmeister war, lesen Sie an anderer Stelle mehr. Sie brauchen nur auf "Köthen" zu klicken! - Von Köthen gibt es drei Wege, um Stassfurt zu erreichen. Der erste, nördliche, führt zunächst auf der 185, dann auf Landstraßen über Nienburg. Der zweite, südliche, verläuft auf Landstraßen über Könnern und Alsleben.

Die beiden gehören als Varianten gewissermassen offiziell zur Alleenstraße. Aber es gibt noch eine dritte Möglichkeit zwischen den beiden: auf der 185 über Bernburg.

An der südlichen Variante liegt

Könnern - ein romantisches Städtchen mit idyllischen Auen am Ufer das Saale.

Von Nienburg, das an der nördlichen Variante liegt, bietet sich ein Seitensprung an nach

Calbe. Dort stehen am Markt viele schöne Häuser aus Renaissance- und Barockzeit. Auch drei Kirchen gibt es -darunter eine spätgotische Hallenkirche und die Laurentius-Kirche aus dem 12. Jahrhundert.

An der mittleren Variante liegt

Bernburg. Die Altstadt, das Schloss, der Tier- und der Märchengarten - darüber kann man viel erzählen. Wir tun es an anderer Stelle.

Auf einem der drei eben beschriebenen Wege kommen Sie also nach

Stassfurt. Dort sehen Sie im Stadtmuseum, wie man Kalibergbau betreibt. Der wurde nämlich dort erfunden - 1852.

Von Stassfurt geht es auf Landstraßen über Winningen und Harsleben nach Halberstadt. Von Harsleben bieten sich mehrere Abstecher an: auf der 79 nach Quedlinburg, von dort weiter auf einem Landsträsschen nach Ballenstedt. Oder auf der 81 nach Blankenburg.

Quedlinburg ist eine alte Stadt mit mehr als tausend Fachwerkhäusern. Über sie lesen Sie an anderer Stelle mehr.

Ballenstedt hat ein Barockschloss. Zu dem gehört ein schöner Park. Ein zweiter - sehr hübsch und unterhaltsam (mit Wasserspielen, Brücken und Brunnen) liegt nordwestlich vom Ort. In diesem Park steht die "Rosenburg" ein märchenhaftes Bauwerk in nicht sehr ernst zu nehmender Romanik; die Burg entstand erst vor knapp hundert Jahren,

Blankenburg wird von einem großen Barockschloss überragt. Auf halber Höhe steht am Schlossberg die sehenswerte Kirche St. Bartholomäus, im Osten breitet sich ein Park aus, in dem das Kleine Schloss steht. Nördlich sehen Sie die Ruine Regenstein (Deutschlands älteste Felsenburg), nordwestlich das Zisterzienserkloster Michelstein. Im Südosten ragt die "Teufelsmauer" auf, ein zackiger Sandsteinrücken. Alles ist recht sehenswert.

Die nächste interessante sehenswerte Station direkt an der Alleenstraße ist dann

Halberstadt, eine einst mächtige und reiche Bischofsstadt, über die Sie an anderer Stelle mehr lesen. - Bei Halberstadt lag einst die

Huysburg - recht hoch, wie sich das für eine Burg gehört, denn "Huy" bedeutet "Höhe". Doch aus der Burg wurde schon im 11. Jahrhundert ein Benediktinerkloster (das heute noch von Benediktinern bewohnt wird) mit einer sehenswerten Klosterkirche von 1121. - Über Zilly und Osterwieck erreichen Sie jetzt Vienenburg. Von Zilly können Sie aber auch südwärts einen Abstecher machen nach

Wernigerode mit seinem farbenprächtigen Marktplatz und den vielen Fachwerkhäusern. Darüber steht an anderer Stelle mehr.

Vienenburg lohnt sich für Eisenbahn-Fans, Da steht ein restaurierter Bahnhof von 1840. Der beherbergt eine Modellbahn-Anlage. - Von Vienenburg kommen Sie nach

Bad Harzburg. Da steht der Große Burgberg, der noch Reste der alten Harzburg trägt. Eine Großkabinen-Seilbahn bringt Sie hinauf.

Goslar ist ein UNESCO-Kulturerbe. Das muss ausführlicher dargestellt werden - an anderer Stelle.

Über Seesen, Northeim und Hörten-Hardenberg fahren Sie jetzt -erst auf der 82, dann auf der 248 - nach

Ebergötzen. Da macht Ihnen das Wilhelm-Busch-Museum Spass. Das steckt in einer alten Mühle, in der Busch als junger Bursch lebte und schon damals die Streiche ausheckte, die er dann später bei "Max und Moritz" darstellte.

Duderstadt weist wunderschöne mittelalterliche Bauwerke auf: über 500 Fachwerkhäuser, große Teile der Stadbefestigung und ein sehr, sehr eindrucksvolles Rathaus - eine der ältesten und schönsten in Deutschland.

Heiligenstadt ist über tausend Jahre alt und hat besonders viele bedeutende Menschen gesehen. Tilman Riemenschneider wurde hier geboren, Thomas Münzer predigte in Heiligenstadt, Heinrich Heine liess sich hier taufen und Theodor Storm war Kreisrichter. Heute ist Heiligenstadt ein Heilbad.

Leinefelde zeigt in seiner "Alten Kirche" aus dem 18. Jahrhundert einen bemerkenswert schönen Hochaltar. Von hier ist es nur kleines Stück Weg seitwärts nach

Worbis mit seinen vielen gemütlichen Fachwerkhäusern und der frühbarocken Klosterkirche. - Von Leinenfelde geht es dann weiter auf der 247 nach

Mühlhausen, einer 1000 Jahre alten Freien Reichs-und Handelsstadt. Über sie lesem Sie an anderer Stelle mehr. - Die nächste Station:

Bad Langensalza. Einen Stadtplaner hatte diese Stadt im Mittelalter erkennbar nicht; da baute jeder, wie er mochte. Dieses sanfte architektonische Chaos macht aber eigentlich den verwirrenden Reiz von Langensalza aus, das sich stolz "Stadt der Türme und Tore" nennt. Doch Geschmack hatten die Langensalzer schon immer: es gibt hier besonders viele schöne und wohlgeschmückte Bauten. - Auf der 84 kommen Sie nun nach

Eisenach. Diese Stadt wurde durch die Wartburg sehr berühmt, und darüber müssen wir mehr erzählen - an anderer Stelle.

Von Eisenach fahren Sie auf der 64 nach Dorndorf, dann auf der 285 nach Kaltennordheim - und auf dieser 285 dann weiter, an der Wasserkuppe vorbei über Kaltensundheim direkt in die Rhön.

Und damit in den nächsten Abschnitt der Alleenstraße. Den finden Sie auf dem westlich anschliessenden Kartenblatt "Von der Rhön bis Karlsruhe".

Vielleicht haben Sie aber auch den südlichen Abschnitt der geteilten Alleenstraße gewählt.

Dann kamen Sie über Dresden und fuhren am Erzgebirge entlang, nach

Plauen. Über diese Stadt mit ihrer Geschichte und ihren Geschichten sowie über das Vogtland, dessen Hauptstadt sie ist, erzählen wir Ihnen an anderer Stelle mehr. - Von Plauen fahren Sie auf teilweise sehr kleinen Strässchen nach Ziegenrück - entweder über Schleiz oder über Lobenstein. Sie können das aber auch mit einem Abstecher verbinden: Der bringt Sie von Plauen nach Norden, auf der 92 nach Greiz und weiter nach Weida. Von Greiz kommen Sie auf der 94, von Weida zuerst auf der 175, dann auf der 2 ebenfalls nach Schleiz.

Greiz hat Bautechnisches zu bieten: Eine 574 Meter lange Brücke aus Backstein, 78 Meter hoch, mit 81 Bogen. Die entstand vor 150 Jahren, als man die ersten Eisenbahnen baute. Es ist die größte Backsteinbrücke der Welt: Man brauchte 26 Millionen Ziegel. Greiz selbst ist ein nettes altes Städtchen mit zwei Schlössern und einem feinen englischen Park, in dem ein Sommerpalais aus dem 18. Jahrhundert steht.

Weida. Hier steht das ursprünglich romanische Schloss Osterburg. Eine Schlosswache gehört dazu, ein gewaltiger Bergfried - und neuerdings das Heimatmuseum.

Schleiz. Das ist etwas für Auto-Renn-Fans. 1923 lief hier das erste deutsche Autorennen. Dieses Schleizer Dreieck-Rennen gibt es noch heute. Und dazu eine Veteranen-Rallye. Sollten Sie den Termin verpassen: Das ehemalige Residenzstädtchen ist auch sonst sehr nett. Und nicht so voll.

Lobenstein ist ein sehr schönes altertümliches Städtchen mit kopfsteingepflasterten Gassen. Es war 200 Jahre lang Residenzstadt des Fürstentums Reuss-Lobenstein, hat ein Schloss, eine Burgruine (deren Bergfried ein beliebter Aussichtsturm ist), und auf der Saale können Sie Bootchen fahren.

Ziegenrück. Im Saaletal spielte die Nutzung der Wasserkraft schon immer eine große Rolle. Sie sehen es im Museum für Wasserkraft-Nutzung im ehemaligen Wasserkraftwerk "Fernmühle". - Von Ziegenrück bringt Sie die 281 über Pössneck und Saalfeld nach

Rudolstadt. Das war einst die Residenz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, und die interessierten sich sehr für alles Kulturelle, für Literatur und Kunst. Das Weimarer Theaterensemble spielte hier unter der Leistung eines Herrn v. Goethe, und nach Meissener Vorbild entstand eine Porzellan-Manufaktur. Im Barockschloss Heidecksburg sieht man noch viel aus jener Zeit: Festräume und Gemälde, Natur- und Kunstgeschichtliches, auch eine große Porzellan-Sammlung. - Von Rudolstadt kommen Sie über Arnstadt auf der 247 nach

Oberhof. Das ist vor allem ein Wintersportplatz, seit dem Jahr 1906, als die erste Schanze entstand. Inzwischen gibt es dort viele wintersportliche Wettbwerbe bis zu veritablen Weltmeisterschaften. Für die Sommerzeit eignet sich der hochinteressante Rennsteig-Garten auf dem Pfanntalskopf: Da wachsen mehrere hundert Pflanzenarten aus alpinen Gegenden in aller Welt.

Von Oberhof können Sie mehrere Abstecher machen: nordwärts auf der 247 nach Ohrdruf und weiter nach Waltershausen. Gen Süden geht es nach Suhl und weiter nach Schleusingen oder zum Kloster Vessra. Und westlich erreichen Sie auf einer schönen Landstraße Schmalkalden.

Ohrdruf besitzt ein technisches Museum, in dem gezeigt wird, wie man schon vor hunderten von Jahren die Wasserkraft der Ohre nutzt, um Hammerwerke zu betreiben.

Waltershausen hat Schloss Tennenburg mit viel barocker Einrichtung und einer großen Puppensammlung. Denn die kleine Stadt wurde durch das Herstellen von Puppen berühmt.

Suhl war eigentlich eine Stadt des Bergbaus, doch dann kamen im 16. Jahrhundert Büchsenmacher aus Nürnberg in die Stadt. Die wurde alsbald als "Waffenschmiede Europas" berühmt. Auch heute produziert man dort noch Waffen, vor allem aber stellt man sie aus: im Waffenmuseum. Doch auch ein Automobil- und Zweiradmuseum gibt es dort.

Schleusingen zeigt in der Bertholdsburg, einem Renaissance-Schloss, eine naturhistorische Sammlung - vor allem Mineralien, aber auch versteinerte Pflanzen und Tiere.

Kloster Vessra besteht aus Ruinen. Doch zwischen den Resten des Klosters hat man ein Freilichtmuseum aufgebaut: Bauernhäuser. alle Arten von Fachwerkbauten, dazu viele Beispiele ländlichen Handwerks.

Schmalkalden steht mit seiner Altstadt komplett unter Denkmalschutz. Hier hat Luther gewohnt und von sich reden gemacht. Darüber lesen Sie an anderer Stelle mehr.

Von Oberhof fahren Sie auf der 250 durch den Thüringer Wald nach

Meiningen. Die große Zeit, als das Residenzstädtchen das weithin bekannte kulturelle Zentrum Thüringens war, in dem Musik und Theater die größte Rolle spielten - die Zeit scheint vorbei zu sein. Doch erstens erinnert noch viel daran - nicht zuletzt das Theatermuseum mit dem schönen Namen "Zauberwelt der Kulisse". Und zweitens funktioniert das alte Hoftheater samt historischen Kulissen und sehr betagter Technik immer noch einwandfrei. Nach wie vor zeigt man dort hervorragende Aufführungen mit erstklassigen Kräften.

Von Meiningen fahren Sie auf einer Landstraße in westlicher Richtung nach Kaltensundheim.

Dort, im Vorfeld der Rhön, treffen Sie auf die 285, treffen damit auch auf den nördlichen Zweig der Alleenstraße. Und sind so auf deren Fortsetzung in Richtung Westen - wovon unser Kartenblatt "Von der Rhön nach Karlsruhe" handelt.

>> Deutsche Alleenstraße: Von Köthen und Plauen bis zur Rhön
>> Bernburg: Der Märchengarten heißt "Paradies"
>> Wernigerode: Fachwerkhäuser aus vier Jahrhunderten
>> Quedlinburg: Über 1000 Fachwerkhäuser
>> Halberstadt: Der Domschatz zeigt: Die Stadt war reich
>> Goslar: Musterbeispiel für "Kulturelles Welterbe"
>> Mühlhausen: Erst königlich, dann frei - und auf Seite der Bauern
>> Eisenach: Wo Luther (nie) mit dem Tintenfass warf
>> Schmalkalden: Eine gute Adresse: Hier wohnte Luther

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