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Reisen in Bhutan·Die Historie I

Ein Tibeter gründete den Staat Bhutan

Über die Frühgeschichte Bhutans weiß man nicht viel. Indische Missionare, die im 8. Jahrhundert den Buddhismus ins Land brachten, berichteten vom Land der Thepu, einem hinduistischen Fürstentum.

Dieses Fürstentum wurde brutal beseitigt, buddhistische Lamas aus Tibet übernahmen bis zum 12. Jahrhundert die Gewalt im Land. Damals wurden die vielen bhutanischen Dzongs gegründet, Kloster-Festungen, von denen viele bis heute erhalten blieben. Kleine lokale Fürstentümer entstanden.

Ein tibetanischer Würdenträger namens Shabdung Nawang Namgyal bekam zuhause in Tibet politischen Ärger, floh 1616 nach Bhutan und nahm alsbald die bhutanesischen Staatsgeschäfte an sich. Er einigte die kleinen Fürstentümer, führte genial eine Verwaltung mit schriftlichem Aktenbetrieb ein und gilt seitdem als der Gründer des Staates Bhutan, der den bis heute gültigen Namen "Druk Yul" bekam, "Land des Donnerdrachens".

Bhutan wurde britisches Protektorat

Shabdung Namgyal muss ein sehr autoritäres Regiment geführt haben, denn nach seinem Tod im Jahre 1651 ging zunächst einmal alles durcheinander. Man einigte sich dann, die Staatsgewalt zwischen einem geistlichen und einem weltlichen Oberhaupt aufzuteilen, aber das funktionierte nie so richtig; die Priester hatten das Sagen und davon ließen sie auch nicht ab.

Dann kamen die Engländer ins Spiel. Die hatten damals im Sinn, so gut wie ganz Asien zu kolonialisieren. So wurde auch Bhutan Mitte des 19. Jahrhunderts ein britisches Protektorat. Doch gegen ihre sonstigen Erfahrungen gelang es den Engländern nie so ganz, sich in Bhutan durchzusetzen. Nicht einmal die Reisefreiheit im Land brachten sie zuwege.

Die autonome Haltung des Landes störte sie sehr. Immerhin: Einige Grenzgebiete des Landes nahmen sie schlicht an sich, die Grenzpässe kontrollierten sie. Und einem Herrn Ugyen Wangchuk halfen sie 1895, recht gewalttätig die Macht in Bhutan zu übernehmen. 1907 halfen sie ihm weiter: so wurde er der erste Druk Gyalpo ("Drachenkönig") von Bhutan und führte die erbliche Thronfolge ein.

Drei Jahre später gab es einen Vertrag, in dem Großbritannien die Unabhängigkeit Bhutans unterschrieb - sich aber die Außenpolitik des Landes vorbehielt.

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