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Reisen in der Lozere·Grands Causses I

Der Tarn bildet einen Canon

Im südwestlichen Teil der Lozère findet man die Grands Causses - die mächtigen Hochflächen. Darin eingekerbt: berühmte Täler und Schluchten - die Tarn- sowie die Jonte-Schlucht und das Tal des Lot. In diesem Gebiet haben Kartenzeichner auch die Hauptstadt der Lozère untergebracht: Mende.

Mende liegt exakt in der Mitte der Lozère - wie der Zwölfer auf der Schießscheibe. Preisfrage: Welchem der vier Teile des Departements sollte man demnach die Hauptstadt geben? Sie landete hier. Obwohl sie mit den Causses überhaupt nichts mehr zu tun hat.

Der Tarn gilt touristisch mehr als die Hauptstadt. Er entspringt 1600 m hoch auf dem Mont Lozere. Im Lauf von Jahrtausenden schnitt er eine tiefe Schluchtenfolge in die Hochplateaus der Gegend. Im Grand Causse brachte er sogar einen viele Kilometer langen regelrechten Canon zuwege, der als "Tarn-Schlucht" weltbekannt und das Ziele vieler Urlaubsreisen ist. Die Felswände ragen bis zu 500 m hoch in den Himmel.

Befahren läßt sich der Tarn auf insgesamt 43 km Länge - im Boot oder im Kajak. Bootverleiher finden Sie überall am Ufer. Ein Zentrum dafür ist La Malène.

Links und rechts des Tarn entstanden typische Dörfer, Kirchen und Schlösser - manche inzwischen zerfallen, einige restauriert. Ähnliches gilt für die Jonte. Sie ist ein südlicher Nebenfluss des Tarn. Auch sie brachte beachtliche Schluchten zuwege.

Und noch ein Gewässer macht diese Gegend interessant: Der Lot. Er entspringt nördlich vom Mont Lozere und fließt nach Westen, kommt auch durch die Lozère-Hauptstadt Mende. Sein langes Tal gilt als die fruchtbarste Region der Lozère. An seinen Ufern sieht man viele Zeugnisse längst vergangener Geschichte: Kirchen, Schlösser, Festungen.

In den Felsen der Tarn-Schlucht hausen zahlreiche Tiere. Mufflons sind dort zuhause, auch Biber. Und viele Vögel - darunter sogar Gänse- und Mönchsgeier. Die allerdings waren hier schon ausgestorben. Man hat sie am Tarn wieder heimisch gemacht. Vier Kilometer von Le Rozier entfernt liegt das "Belvedere der Geier", wie man diese Stelle nennt, von der man hundert wildlebende Geier in der Jonte-Schlucht beobachten kann. Touristen haben hier sogar schon das Schlüpfen junger Geier in deren Nest gefilmt.

Im Tarn-Gebiet hat man zahlreiche Grotten entdeckt. Berühmt sind zwei Tropfsteinhöhlen: Die rosafarbene Grotte von Dargilan, eine der schönsten Höhlen in Frankreich, und die Karsthöhle Aven Armand mit über 400 Stalagmiten.

> Der Tarn bildet einen Canon
> Mende: überraschend elegant

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