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Reisen in der Lozere·Cevennen und Mont Lozère I

Frankreichs größter Nationalpark

Die Cevennen sind eine recht rauhe Landschaft aus Schiefergestein, mit schroffen Felswänden und tiefen Tälern. Sie wurden zum Nationalpark erklärt, zu Frankreichs größtem.

Auch die Cevenolen - wie man die Bewohner nennt - sind ein herbes Volk. "Jeder Cevenole fühlt sich in seinem Land so adlig wie der König" erklärte einst ein Kamisarden-Chef. Die Kamisarden waren im 18. Jahrhundert aufständische Hugenotten, die hier um ihre Religionsfreiheit kämpften. Das paßt in diese Gegend.

Es gibt Buchen- und Tannenwälder, aber auch große kultivierte Anlagen von Brotbäumen und Goldbäumen. Der Brotbaum ist die Kastanie, der Symbol-Baum der Cevennen. Die Kastanien gaben vielen Generationen das tägliche Brot. Noch heute ist die Kastanie eng mit der Gastronomie der Cevennen verbunden - von der Kastaniensuppe (mit Milch oder Wein) bis zu Pasteten und allerlei Gebäck.

Und der Goldbaum? Das ist eine Maulbeer-Art. In den Goldbaum-Hainen wurden Seidenraupen gezüchtet. Die Seide brachte Geld ins Land, zeitweise sogar viel Geld.

1970 wurde in den Cevennen Frankreichs größter Nationalpark gegründet, um den Pflanzenbestand und auch die Tiere, die dort leben, zu erhalten. Nicht nur das: Man versucht auch, hier ausgestorbene Tiere wieder einzubürgern. Bei Geiern ist das schon gelungen, bei Auerhähnen auch. Und am Rand des Parks, in einem großen Reservat, rettet man das Przewalski-Pferd vor dem Aussterben.

Die Cevennen bilden den einzigen französischen Nationalpark, der - von etwa 600 Landwirten - ganz normal bewohnt wird. Dadurch hat er auch die Aufgabe, das Gleichgewicht zwischen Natur und Menschen zu erhalten. Bis jetzt ist dies hervorragend gelungen. Und im Oktober 2002 erhielt der Park sogar die Anerkennung der EU für dauerhaften Tourismus.

Der Mont Lozère gehört gerade noch zu den Cevennen. Sein granitenes Massiv mit der herben Heidelandschaft ragt, 1700 m hoch, im Nordwesten des Parks auf. Auch er bietet, wie die ganze Gegend, sehr schöne Wanderwege. Und nicht nur das: Gerade hier findet man viele Überreste aus vorgeschichtlicher Zeit. Bei Les Bondons stehen 150 Menhire und vier Dolmen. Es ist die zweitgrößte Sammlung prähistorischer Denkmäler in Europa - nach Carnac.

Am Mont Lozere (in Pont-de-Montvert) wurde auch ein Freilichtmuseum eingerichtet, in dem man allerlei Dörfliches aus gegenwärtiger Zeit sehen kann. Und in Saint Laurent de Trèves finden Sie, denkmalgeschützt, zwanzig Spuren von Dinosauriern, die hier vor 190 Millionen Jahren lebten.

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