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Reisen in Oberbayern·Brauchtum

Mit Gamsbart und Brusttuch

Wenn man anderswo in deutschen Landen alte Trachten nur noch dann anlegt, wenn das Fernsehen oder die Touristen kommen, trägt man sie in Oberbayern auch ohne fremdenverkehrsfördernden Anlaß. Besonders an Fest- und Feiertagen.

Die Männer tragen Lederhosen. Und zwar nicht nur die wohlbekannten kurzen, sondern - wenn es feierlicher zugeht - die ledernen Bundhosen. An der Weste haben sie silberne Knöpfe, darüber einen Lodenjanker mit Hirschornknöpfen. Auf dem Kopf sitzt der grüne oder schwarze, mit einem Gamsbart geschmückte Hut.

Die Frauen tragen einen weiten Rock, ein silberverschnürtes oder mit silbernen Knöpfen geschmücktes Mieder, einen flachen runden Hut und ein oft reichverziertes Brusttuch.

Die Varianten und Nuancen in der Kleidung waren einst sehr vielfältig; sie wechselten von Ort zu Ort. Heutzutage neigt man eher zu einer vereinfachten Einheitstracht, wenn sich auch die Trachtenvereine redlich um die Erhaltung der lokalen Traditionen bemühen.

Im westlichen Oberbayern blieben einige alte, hauptsächlich kirchliche Bräuche erhalten. Dazu gehören in erster Linie die malerischen, farbenprächtigen Fronleichnamsprozessionen, darunter auch die Murnauer Bootsprozession auf dem Staffelsee.

Zu den berühmtesten örtlichen Festen zählt die Leonhardifahrt von Bad Tölz. Die farbenfrohe Prozession findet zu Ehren des Heiligen Leonhard, des Beschützers vor Viehseuchen, statt. So schmücken die Bauern am Leonhardstag (dem 6. November) ihre Rösser und fahren rund um den Kalvarienberg zur Pferdeweihe. Zahlreiche Vierergespanne mit buntbemalten, dirndlbeladenen Truhenwagen nebst Reitern auf blumengeschmückten Haflingern nehmen teil.

Eine besonders eindrucksvolle Tradition ist im Herbst der Almabtrieb des Viehs. Bunt geschmückt kehren die Herden von den Almen zurück in ihre Winterställe. Der Kopfputz der Kühe bedeutet, dass während des Sommers auf der Alm kein Tier zu Schaden kam.

Das berühmteste Brauchtum ist jedoch das Passionsspiel in Oberammergau. Es entstand als Gelöbnis, während im Jahr 1633 die Pest im Dorf umging. 1634 spielten die Oberammergauer erstmals ihre Passion (oder "den" Passion, wie man dort sagt). 1680 wurde auf glatte Jahrzehnte umgestellt; das läßt sich besser behalten.

Die männlichen Darsteller des Passionsspiels sind auch in den Jahren sehenswert, in denen nicht gespielt wird. Da lassen sie sich die - nach herkömmlicher Ansicht zum Spiel gehörenden - Rauschebärte wachsen.

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