Reisen auf BORNHOLM·DAS WANDERN
Im Urwald und bei
den Nachtigallen
Die Insel Bornholm ist
ein einziges, großes, schönes, aber überschaubares Wandergebiet
mit zahlreichen wohlmarkierten Pfaden. Mittendrin liegt der drittgrößte
(und wohl schönste) Wald des Königreiches Dänemark: Almindingen.
Das Wort Almindingen ist dem altdeutschen "Allmende" verwandt;
es bedeutet "für alle". Alle Bauern konnten (und können)
hier ihr Vieh auf den weiten Lichtungen grasen lassen. Diese Großzügigkeit
setzte allerdings dem Baumbestand etwas zu, doch schon vor 200 Jahren
ging man ans Aufforsten. Und heute ist Almindingen ein zauberhaft schönes
Waldgebiet mit vielen guten Wegen und Pfaden für Wanderer wie für
Radfahrer. Sowie mit zahlreichen "Wackelsteinen", den bis zu
40 Tonnen schweren Findlingen aus der Eiszeit.
In Lilleborg am Borgensee, im westlichen Almindingen, steht die bekannteste
der vielen Fluchtburgen, die einst auf Bornholm standen. Sie ist eine
Ruine - aber Ausgangspunkt für einen Spaziergang auf den Rytterknaegten,
den "Reiterknecht", Bornholms bedeutendste und ganz Dänemarks
drittgrößte Erhebung. Der Aussichtsturm bietet einen prächtige
Blick über den südlichen Teil der Insel.
Ein anderes, etwas abenteuerlicheres Wandergebiet
mit 300 verschiedenen (auch vielen seltenen) Pflanzen (und auch Tieren)
ist das Naturschutzgebiet Døndal, ein Spaltental an der Nordostküste.
Dort
sieht man auch einen der beiden großen dänischen Wasserfälle.
Einen Teil des Waldes hat man ganz sich selbst überlassen. Er ist
zum Urwald geworden, in dem Rehe, Wildschweine und zahllose Vögel
hausen.
Gepflegte Wanderwege führen durch auch durch die Hügellandschaft
des Paradisbakkerne (dem östlichsten Zipfel von Almindingen, bei
Nexø) und durch die Heide Slotslyngen oben im Norden. Etwas Besonderes
sind die alten Rettungspfade, die entlang der Küsten führen.
Sie waren einst sehr nötig, um aufgelaufenen Schiffen zu helfen.
Nun hält man sie gut instand, hat Geländer und Treppchen angelegt.
Denn manche der Pfade führen halsbrecherisch über die Uferfelsen.
Verlaufen kann man sich angesichts der gut markierten Wege eigentlich
nicht (und in sieben Stunden ist ein guter Geher quer durch ganz Bornholm
spaziert) - aber von Mai bis September stehen auch ausgebildete Naturführer
zur Verfügung, die ihre Gäste zu Wanderungen an die schönsten
oder interessantesten Plätze der Insel bringen - darunter auf einer
anderthalbstündigen Abendwanderung zum Gesang der Nachtigallen.
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Bildquelle: www.bornholm.net
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