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Reisen im Neckartal·Die Burgen V

Geheimnisvolle unterirdische Gänge

Wer von Burgen mehr wissen will als in Grimms Märchen steht, der findet im Neckartal ein variationsreiches Studienfeld.

Mit Stuber-Cabogas "Kleiner Burgenkunde" unterm Arm spaziert er durch die Wälder (das ist das Gesunde an den Burgen: Sie haben oft keine guten Fahrstraßen), studiert Schildmauern und Bergfriede, Bering und Palas.

Der Bergfried war einst der ungemein dicke, solide Turm, in den sich die Burgbewohner in größter Not zurückzogen, wenn alles andere schon verloren war. Sie stiegen durch den hochgelegenen Eingang, zogen die Leiter nach und hofften auf ein Wunder. Prächtige Bergfriede findet man am Neckar auf Burg Hornberg und Burg Ehrenberg; dort war der Bergfried einst 60 Meter hoch. Heute ist er zehn Meter kürzer.

Andere Burgen hatten statt des Bergfrieds eine mächtige, dicke Schildmauer, die den Zugang von der Bergseite her abriegelte und gleichzeitig als letzte Zuflucht diente. Bei Neckargerach, an Burg Stolzeneck - oder besser an dem, was von ihr noch übrig ist - kann man eine solche, fast unversehrte, Schildmauer sehen. Sie ist 21 Meter hoch.

Einen wohlerhaltenen Bering - die wuchtige Umfassungsmauer, die oft die Burg und ihr Dorf umschloss - kann man an der Burgveste Dilsberg bei Neckarsteinach studieren. Hier gibt es auch einen Ziehbrunnen von 35 Meter Tiefe, der durch einen unterirdischen Gang mit der Außenwelt in Verbindung steht. Die Überlieferung erzählt von weiteren Gängen - alles sehr abenteuerlich und geheimnisvoll.

Diese Veste Dilsberg war übrigens so stabil, dass der Feldherr Tilly sich im Dreißigjährigen Krieg an ihr die Zähne ausbiss - und das tat ihm besonders weh, weil Dilsberg gar nicht von Soldaten verteidigt wurde, sondern nur von kurpfälzischen Invaliden.

Noch ein paar Kuriosika gefällig? Gern! In Neckarelz bei Mosbach gibt es das "Templerhaus", das, aller Tradition des Neckartals hohnsprechend, nicht auf einem Berg, sondern, als Wasserburg, im Tal steht. Um 1188 hatte Kaiser Rotbart Lobesam hier eine Reichsburg angelegt. Später, um 1300, kamen die Johanniter und bauten eine neue Burg: Das hochaufgeschossene, ein wenig schmalbrüstige Gebäude, das heute noch steht, wie gemacht für seinen jetzigen Verwendungszweck: als Pfarrkirche.

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