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Reisen im Neckartal·Die Burgen IV

Besuch bei Götz von Berlichingen

Der Zauber des Neckartals beginnt bei Bad Wimpfen.

Mit einer Stadtsilhouette, die so märchenhaft und unwahrscheinlich ist, dass einem unvermeidlich Parsivals Burg in den Sinn gerät, wenn man am rechten Neckarufer fährt und fern, jenseits des Flusses, dieses hochgetürmte gotische Filigran auf gewichtigem romanischem Fundament aus dem sanften Dunst der Niederung aufsteigen sieht.

Wimpfen - ein Hof Barbarossas, der Lieblingsort Heinrich VII., eine Kaiserpfalz, eine reichsfreie Stadt. Wie es sich gehört, haben wir auch ein Zitat zur Hand. Es stammt von Kasimir Edschmid, der ja einiges von der Welt kennengelernt hat:

"Würde ich gefragt, welcher alten deutschen Stadt ich den Anmutspreis geben sollte, hätte ich einen kleinen Kampf mit mir auszufechten, ob ich ihn Rothenburg, Schwäbisch Hall oder Dinkelsbühl zuerkennen sollte, aber ich würde mich schließlich immer wieder für Wimpfen entscheiden."

Wenn wir schon bei Schriftstellern sind, dürfen wir Theodor Heuss nicht vergessen, der sich dort am Neckar besonders zuhause gefühlt hat. Seine Familie stammte aus Hassmersheim, Süddeutschlands größtem Schifferdorf. Sein Großonkel war selbst noch Neckarschiffer und Heuss konnte sehr lustig von seinen Kinderstreichen im Neckardorf erzählen.

Er hat auch mit viel Liebe über diese Landschaft geschrieben. Und die schiere Liebe hat es diesem sonst so distanzierenden Stilisten diktiert, Götz von Berlichingens altes Hornberg mit seinen verwinkelten Gassen und der kühnen Burg "Glück im Neckarwinkel" zu nennen.

Diesen Götz von Berlichingen mochte Heuss besonders, auch die Burg Hornberg, die der alte Götz 1517 dem Ritter Kunz Schott abgekauft hatte, um dort bis zum Tode 1562 an seinen Memoiren zu schreiben. Die haben dann Goethe zum "Urgötz" und jenem unsterblichen Zitat verführt.

"Wir sind oft zur Burg hinaufgestiegen, dort gab es einige Ritterrüstungen, die Götz im Felde getragen hatte ..." schreibt Heuss, und man kann es ihm nachtun. Die Ritterrüstungen gibt es noch, dazu Kaffee und Kuchen, leider aber auch meist drei oder vier Reisebusse, auf deren Rundfahrtprogramm der Ritter mit der eisernen Faust nicht fehlen darf.

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