Reisen in Usbekistan·Samarkand
Mit der schönsten
Moschee des Orients
Samarkand, das heute 375 000 Einwohner zählt,
ist eine der ältesten Städte der Welt - gegründet im fünften
vorchristlichen Jahrhundert.
Im
14. Jahrhundert machte der Mongole Tamerlan (oder Timur-Leng) sie zur
Hauptstadt seines riesigen asiatischen Reiches. Er und seine Nachfolger
holten die besten Künstler und Wissenschaftler aus der ganzen Mongolei
nach Samarkand. Aus jener Zeit stammen viele Bauwerke in Samarkand - so
die Moschee Bibi-Chanum sowie das Mausoleum Gur-Emir (in dem Tamerlan
begraben liegt). Alle diese Bauten sind Meisterwerke mittelalterlicher
usbekischer Architektur und Kunst. Bibi-Chamum, die nach dem Vorbild der
tausendsäuligen Moschee von Delhi entstand und an der zeitweilig
500 Steinmetzen arbeiteten, galt als die größte und schönste
Moschee des Orients.
Der Hauptplatz des alten Samarkand, der
Registan, wird malerisch von drei Medressen (wie man die Koranschulen
nannte) eingerahmt: Ulug-Beg, Schir-Dos und Tillja-Kan. Für die wissenschaftliche
Bedeutung, die einst von Samarkand weit nach ganz Asien hinauging, spricht
das Observatorium des Astronomen Ulug-Beg, dessen Beobachtungen ob ihrer
Genauigkeit noch heute die Fachleute verblüffen.
Ganz nahe liegt die Totenstadt Schah-i-Sinda mit einer Vielzahl von
Mausoleen aus verschiedenen Jahrhunderten. Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts
durfte kein Nicht-Moslem diesen Wallfahrtsort betreten. Auch dort können
Sie großartige baukünstlerische Meisterwerke aus Timurs Zeit
sehen.

Das Tigerhaus am Registanplatz in Samarkand
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