Reisen in Usbekistan·Essen und Trinken
Den besten Plow
kochen die Männer
Die usbekische Küche setzt Zeichen für
die alte Kultur des Landes: Sie gilt als eine der besten in Asien.

Schashlik - "Fast-Food" usbekisch
Die Herkunft der usbekischen Rezepte läßt sich teilweise hunderte
von Jahren zurückverfolgen. Und traditionelle Rituale beim Zubereiten
der Speisen sind nach wie vor üblich. Grundnahrungsmittel ist das
usbekische Brot, das früher als heilig galt und um das sich zahlreiche
Legenden ranken. Das Fladenbrot wird an den Innenwänden eines großen
Tonofens gebacken, ist sehr knusprig, duftet angenehm und schmeckt hervorragend.
Dazu trinkt man grünen Tee oder Fruchtsaft - eine komplette Mahlzeit.
Vor
allem aber wird viel Reis gegessen. Das Nationalgericht, das Plow,
wird aus Reis zubereitet, und man ißt es zu allen Gelegenheiten
- in der einfachen Hütte ebenso wie beim prunkvollsten Fest. Freilich:
Dieses Plow schmeckt durch seine Zutaten immer wieder anders. Das machen
die Beigaben von Hammelfleisch oder Fisch, von vielerlei Gemüse,
Zwiebeln und Knoblauch, natürlich auch von den unterschiedlichsten
Gewürzen oder aber von Obst (vor allem von Quitten oder Rosinen).
Was in solcher Vielfalt auf den Tisch kommt, das verrät die ganze
gastronomische Phantasie der Usbeken. (Keineswegs nur der Usbekinnen!
Denn die besten Plows werden - so jedenfalls behaupten die Usbeken selbst
- von Männern zubereitet.)
Zum Nachtisch gibt es Obst oder getrockene Früchte - und vor allem
die Halwa. Die besteht aus Nüssen, Mehl und viel, viel Zucker.
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