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Im Tal der Oberelbe·SCHLOSS MORITZBURG

Hier vergnügte sich
August der Starke

In den wildreichen Wäldern von Dresdens Umgebung jagten die sächsischen Fürsten. In Moritzburg, 14 km nördlich von ihrer Hauptstadt, hatten sie ein Jagdschloß.

Das Schlößchen war dem barocken, lebenslustigen August dem Starken zu klein. Deshalb ließ er es von 1723 bis 1726 großzügig erweitern. Drumherum legte er künstliche Teiche an. So entstand, fast wie auf einer Insel, eines der prachtvollsten Barockschlösser mit einer unvorstellbar prunkvollen Ausstattung.

Heute dient es als Barockmuseum. Von der einst so gerühmten Innenausstattung blieb vieles erhalten. Sie stellt eine großartige Sammlung von Möbeln aus dem 18. Jahrhundert, von Porzellanarbeiten, Gemälden und Kutschen aus der Barockzeit dar. Sehr kostbar ist die Festtafel Augusts, die seit kurzem wieder im Speisesaal aufgebaut ist - komplett gedeckt mit fürstlichem Geschirr aus Meißner Porzellan.

Besonders schön sind die geprägten goldenen Ledertapeten, kurios ist das "Federzimmer". Es wurde einst mit tausenden von bunten Vogelfedern geschmückt. Jetzt hat man es mehrere Jahre lang restauriert. 2003 wird es wieder zugänglich sein.

Auch eine der grandiosesten Geweihsammlungen Europas sehen Sie hier. Im Speisesaal hängt das größte Rothirsch-Geweih der Welt. Es prangt über der historischen Speisetafel, die seit kurzem wieder aufgebaut und mit einem fürstlichen Geschirr aus Meissner Porzellan gedeckt ist. Das wurde eigens für den Hof des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs mit dem Dekor des "Roten Hofdrachens" verziert. Auf den Terrassen rund um das Schloß sehen Sie Statuen, Vasen und Putten.

Nahebei im Fasanen-Schlößchen, das um 1769 erbaut wurde, hat man ein sehenswertes Museum für Vogelkunde und Vogelschutz eingerichtet.

Zwischen beiden Schlössern liegt ein Tiergehege. Es war einst ein Wildgatter Augusts. Hier können Sie zwei Dutzend Tierarten aus der Nähe sehen - darunter auch Luchse, Marder und Mufflons. In einem Flugkäfig werden Greifvögel gehalten: Milane, Habichte und Bussarde.

Von den künstlichen Teichen war schon die Rede. August ließ sie anlegen, um immer Karpfen für seine Tafel zu haben. Nun gibt es hier jedes Jahr im Oktober den amüsanten "Moritzburger Fischzug". Und wenn Sie vom Fasanenschlösschen aufs Wasser blicken, sehen Sie sogar einen kleinen Hafen mitsamt Leuchtturm. Das hat weiter keinen Sinn; es sieht nur lustig aus. Das jedenfalls fand August der Vegnügte.

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