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Im Tal der Oberelbe·Dresden I

Die barocke Residenz
an der Elbe

Dresden ist - nach Jahrzehnten des Aufbaus - wieder die schönste Barockresidenz Deutschlands. Es war eine der reichsten und ist noch eine der charmantesten Städte der Welt.

Die Blütezeit der Stadt begann im späten 17. Jahrhundert, als August der Starke Kurfürst von Sachsen geworden war. Der sehr kräftige Herr (er pflegte gelegentlich Hufeisen zu zerbrechen und Silberteller wie Servietten aufzurollen) war ein kühner Jäger, ein stürmischer Liebhaber (über 350 Kinder brachte er mit diversen Damen zustande), ein Freund der Schönen Künste und ein leidenschaftlicher Bauherr. "Fürsten schaffen sich Unsterblichkeit durch ihre Bauten" war einer seiner Leitsprüche.

So ließ er Heerscharen von Künstlern, Architekten, Handwerkern und Bauarbeitern zum würdigen Ausbau seiner Residenzstadt an die Elbe kommen. Da traf es sich gut, dass Dresden wenige Jahre zuvor weitgehend abgebrannt war: Man hatte Platz für Neues. Das entstand in üppigem Barock, und Augusts Sohn Friedrich August II. baute weiter. Johann Gottfried von Herder erfand ein halbes Jahrhundert später den Namen "Deutsches Florenz". Daraus wurde der banale Werbe-Begriff "Elbflorenz".

Das Älteste, Wichtigste und Schönste in Dresden liegt ganz nahe beieinander - auf einem knappen Quadrtakilometer am oder beim Ufer der Elbe. Was bei Hochwasser immer etwas riskant ist.

Das berühmteste Dresdner Bauwerk ist der Zwinger. Er ist ein architektonisches Meisterwerk des frühen 18. Jahrhunderts, das bedeutendste Beispiel höfischen Barocks in Deutschland.

Ein "Zwinger" war ja eigentlich ein Stück mittelalterlicher Befestigung, auf dem in Friedenszeiten Feste und Turniere stattfanden. So war ursprünglich auch Dresdens "Zwinger" gedacht und als "Festsaal unter freiem Himmel" konzipiert: ein riesiger, 117 Meter langer und 107 Meter breiter Hof, der auf allen vier Seiten von barocken Galeriegebäuden und reichgegliederten Pavillons umgeben wurde. Die waren für die Zuschauer der höfischen Feste gedacht.

Jetzt hat der Platz Wasserspiele und Rasenflächen, in den Pavillons und Galerien werden Kunstschätze aufbewahrt. Da findet man unter anderem die Sammlung "Alte Meister", zu denen auch Raffaels "Sixtinische Madonna" gehört, ferner die Rüstkammer mit sehr wertvollen Prunkwaffen und auch eine Porzellansammlung, die August der Starke gegründet hat.

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