Reisen auf den KANAREN·EL HIERRO
Die Insel mit dem
Null-Meridian
El Hierro ist die kleinste der Kanarischen Inseln,
eine Insel für Individualisten, die nicht unbedingt Komfort suchen,
und für passionierte Taucher.
Die Insel ist felsig, wild und stellenweise atemberaubend schön.
Es gibt nur wenige Strände, aber einen meist erstaunlich ruhiges
atlantischen Ozean. Deshalb lieben Fischer (und Taucher) diese Insel besonders.
Bis Kolumbus Amerika entdeckte, hielt man El Hierro für das Ende
der Welt. Ganz logisch legte daher Ptolemäus in der Antike den Null-Meridian
durch den westlichen Zipfel dieser Insel - er verlief dort, wo heute der
Leuchtturm Faro de Orchilla steht. (1911 hat das britische Greenwich mit
seiner berühmten Sternwarte der armen Insel diesen Null-Meridian
gestohlen.)
Der Boden der Insel ist sehr fruchtbar. Hier wachsen Pinien und Riesenbuchen;
bis zu tausendjährige Sadebäume (die man auf keiner anderen
kanarischen Insel findet) bilden ganze Wälder.
Zwischen den Bergen entdeckt man viele kleine alte Vulkankrater, aus
denen Lavaströme austraten und die bizarrsten Muster bildeten. Typisch
sind die "Lajiales", die Lava-Fladen, von denen manche viele
hundert Meter lang sind. Heiße Lavagase haben sie aufgebläht:
Sie sind hohl.
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