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Reisen in Niedersachsen·Festpiele

Am 5. und 6. September 2015:
Das Sehusa-Fest in Seesen

"Sehusa" ist der alte Name der Stadt Seesen. Sie liegt an der Bundesstraße 248, halbwegs zwischen Braunschweig und Göttingen. Der Ort gehörte einst Kaiser Otto II. Dann, 1428, wurde eine Stadt daraus. Die erlebte viel - Klosterschüler und Raubritter, Landsknechte und auch den Feldherrn Tilly, der 1626, im Dreißigjährigen Krieg, Seesen niederbrennen ließ.

Diese Situation und noch viele andere - vom Mittelalter bis zur Rokoko-Zeit - werden von den Seesenern alljährlich am ersten September-Wochenende beim Sehusa-Fest in farbenprächtigen Kostümen zwei Tage lang dargestellt. Über tausend Bürger von Seesen machen mit. Auf dem Wilhelmsplatz schlagen die Landsknechte ihr Lager auf, vor dem Stadttor die Zigeuner. In allen Straßen sieht man historisch Gekleidete: Handwerker, Krieger, Bauern mit Vieh und Wagen. Es ist eines der faszinierendsten deutschen Stadtfeste.

Das Sehusa-Fest beginnt am Samstagabend vor der Sehusa-Burg mitten in der Stadt. Vor der Burg (die 1207 entstand) liegt eine große Naturbühne. Dort treiben sich im Fackelschein Herolde in rotweißen Kostümen herum, Fanfarenbläser und Fahnenschwinger. Abends gibt man das Freiluft-Festspiel "Die Sage vom Silberhol", eine Geschichte aus dem Jahre 1268. Sie erzählt vor allem von Raubrittern und einer frommen Jungfrau.

Am Sonntagmorgen wandert alles in den Wald, um einen Braunbären zu fangen. Es handelt sich da um eine Geschichte aus dem Jahre 1428 mit Herzog Otto dem Einäugigen. (Wer nicht laufen mag, nimmt einen der Sonderbusse.) Mittags gibt es vor dem Bürgerhaus ein großes Jagdgelage. Am offenen Feuer wird gekocht. Jeder kann mitessen.

Am frühen Nachmittag zieht aus allen Stadtteilen Malerisches zur Burg: Landsknechte, Kanonen, Troßwagen und Marketenderinnen. Dort beginnt der historische Festzug mit vielen Gruppen - von Kaiser Otto II. nebst Gefolge über Herzog Otto dem Einäugigen mit seinen Rittern und Feldmarschall Tilly mit seinen Landsknechten bis zu den schönen Damen der Rokoko-Zeit. Der Festzug führt durch die Stadt und endet vor dem Jagdschloss. Ein großes Turnier beginnt. Es gibt aber auch zu essen, zu trinken, Kurioses zu kaufen. Auch Musikanten, fahrendes Volk und ein Wandertheater gehören dazu.

Vor dem fürstlichen Jagdschloß wird auf einer großen Rasenfläche weitergefeiert. Man zeigt ein Schauspiel aus dem Mittelalter mit Herzog Otto dem Einäugigen, mit Turnieren, Tänzen, Armbrustschießen und allerlei anderer Kurzweil. Abends um zehn ist das Fest zu Ende: Der Nachtwächter zieht durch die Stadt.

Mehr Informationen:
www.sehusafest.de

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