Reisen in Moldawien·Die Städte
Schon die Griechen
tranken hier Wein
Auch heute noch gibt es riesige Weingüter.
Chisinau, die Hauptstadt von Moldau, hat
680 000 Einwohner und wurde im Lauf der letzten Jahrzehnte auch mal "Kischineu"
oder "Kischinjow" genannt. Die Stadt liegt in einer waldigen
Gegend am Ufer des Byk und wurde schon 1466 gegründet. Sie hat einige
interessante Museen für Kunst und Geschichte sowie hin und wieder
gute Ausstellungen in der Puschkin-Gedenkstätte; der Dichter lebte
ein paar Jahre in Chisinau, als Moldau gerade mal russisch war.
Chisinau ist der richtige Standort, um Ausflüge ins Land zu machen
- beispielsweise zu den unendlich großen Weingütern.
Tiraspol ist eine 190 000 Einwohner große
Stadt, deren Name Bezug zur Antike verrät: In der Nähe lag einst
eine griechische Kolonie namens Tiras (die bei den Römern dann "Danastris"
hieß). 1791 wurde hier eine Festung namens Srednjaja errichtet.
Deren Gräben und Wälle blieben erhalten. Die Stadt ist - wie
viele, die im 18. Jahrhundert groß wurden - streng schachbrettartig
aufgebaut. Aber die Loggien und die hübschen Balkone in den alten
Wohnvierteln sind charmant.
Tighina, 140 000 Einwohner groß, ist
vor allem für seine Nachbarschaft bekannt: für das südwestlich
liegende Karbuna. Dort machte man Funde aus der Kupferzeit. Sie beweisen,
daß Moldau schon damals Handelsbeziehungen hatte - nicht nur ins
Donaugebiet, sondern sogar bis zum Mittelmeer. Fast die Hälfte der
Fundgegenstände sind Werkzeuge und Schmuckstücke aus Kupfer.
Doch auch Gegenstände aus Marmor sind darunter. Vieles davon sehen
Sie im Geschichtlichen Museum von Chisinau.
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