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Reisen in Italien·MoliseItalien - Molise

Molise - Ein wenig abgelegen und kaum bekannt

Dieses kleine Stück Italien - immerhin eine eigenständige Region - ist bei uns kaum bekannt. Zwischen den Abruzzen und Kampanien ist sie auch etwas abgelegen, das stimmt schon. Die Region wird stark vom Neapolitanischen Apennin bestimmt. Und dennoch ist es eine streckenweise sanfte, fast zarte, nach Rosmarin duftende Landschaft. Traditionelle Bräuche gibt es hier noch, sehr schöne Volkstrachten, angestammtes Handwerk. Und, leider, viel Armut.

Gemeinde Castel San Vincenzo

Aleksander Kracht-WinterGemeinde Castel San VincenzoCC BY-SA 4.0

Etliche vor-römische Völkerstämme lebten hier, so die Osker, die Samniten, die Frentaner. Sie hinterliessen Sehenswertes, das man erst nach und nach entdeckte und nun mancherorts in kleinen Museen entdecken kann.

Badetourismus wird in der Molise erst allmählich üblich. Die Küste ist flach und sandig. Bade-Hauptort ist Termoli. Von hier fährt man auch hinüber zu den Tremitischen Inseln.

Agnone

Solch einen Ort findet man nur noch in industriell unberührter Gegend. Das Handwerk, das hier seit undenkbarer Zeit gepflegt wird, ist anderswo längst ausgestorben: Das Glocklengiessen. Man kann sich eine Glocke bestellen: Form, Größe und Klang, wie man will. Freilich: Spottbillig ist das auch in Agnone nicht.

Bolano

In diesen Ort kommt man vor allem, um auf den Gipfel des Matese zu steigen - was zwar anstrengend, aber keine alpine Tat ist. Dieser Apennin-Berg ist 2050 Meter hoch. An seiner Flanke entspringt der Boferno.

Campobasso

Das ist die Hauptstadt der Molise - eine heitere Gartenstadt. Hier gibt es die sehenswerte Ruine eines Kastells, vor allem aber das "Museo Provinciale Sannitico", das Samnitische Museum. Die Samniter waren ein Volksstamm in vorrömischer Zeit. Sie besassen eine erstaunlich hoch entwickelte Kultur und waren hier, in der Molise, zuhause.

Campomarino

Das ist gewissermaßen der große Campingplatz von Termoli. Hier - wie im Nachbarort Pettaciato Marina - stehen auch die kleinen Hotels und die Familienpensionen.

Termoli

Der alte Kern des Städtchens liegt auf einer HalbinseI, ist von mittelalterlichen Backsteinmauern umgeben und wirkt ganz und gar bezaubernd. Die markantesten Bauten innerhalb des Häusergewirrs sind die Reste einer Stauferburg, ein Leuchtturm sowie eine romanische Kathedrale mit interessanten Skulpturen und Mosaiken.

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