Dass viele Feriengäste den italienischen Stiefel als ein großes Strandgebiet betrachten, ist verständlich. Aber richtig ist es nicht. Italien ist weitgehend ein Gebirgsland: im Norden die Alpen (bis zu 4000 Meter hoch) und entlang dem ganzen Stiefelschaft bis zur Fußspitze und sogar hinüber nach Sizilien der Apennin (bis zu fast 3000 Meter hoch).
No machine-readable author provided. Luciodem assumed (based on copyright claims)., Il Gran Sasso d'Italia, il paretone nord, CC BY-SA 3.0
Die geographische Differenzierung dieser Formationen macht keinem italienischen Grundschüler Schwierigkeiten: Man spricht von den Alpi Occidentali, Centrali und Orientali. Sowie vom Appennino Settentrionale, Centrale und Meridionale. Also von den westlichen, mittleren und östlichen Alpen sowie vom nördlichen, mittleren und südlichen Apennin.
Viel einfacher gehts nicht mehr.
Zu den Westalpen gehören so mächtige Massive wie das vom Montblanc, vom Matterhorn und Monte Rosa. In den Zentralalpen findet man weitere hohe Herrschaften wie die Ortler- und Brentagruppe. Die Ostalpen werden von den märchenhaft schönen Dolomiten gebildet.
Auch der nördliche Apennin - etwa zwischen Genua und Florenz - hat viel Alpines an sich. In den zerklüfteten Bergen der Abruzzen liegt noch lange im Frühjahr der Schnee. Und die Apuanischen Alpen sehen wie eine Mini-Ausgabe der Dolomiten aus - was um so interessanter ist, als sie, nicht weit von La Spezia, dicht am Meer liegen.
Im Mittel-Apennin kraxeln die Bergsteiger im zyklopischen Gran-Sasso-Gebiet (westlich von Pescara) herum. Der Corno Grande ("Großes Horn") ist mit 2914 Metern der höchste Gipfel des Apennins. Im Winter gibt es hier alpine Abfahrten - mit Blick aufs Meer.
Auch ganz im Süden, in der Basilikata, geht es noch einmal hoch hinauf. Der Sirino und der Pollino erreichen 2005 und 2248 Meter. Sogar hier, in Italiens heißester Gegend, versucht man sich neuerdings während einiger Winterwochen im Skifahren.
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