Das ist ein landschaftlich zauberhaftes Gebiet weit im Süden des Landes. Und entsprechend ruhig, still, erholsam. Der Neapolitanische Appenin reicht hier herein. So gibt es Berge mit vielen Wandermöglichkeiten, auch ausgedehnte Wälder, aber auch einige Orte mit Kurbetrieb: Da sprudeln Thermalquellen.
Luke18389, Marateacosta01, CC BY-SA 4.0
Das Land ist recht fruchtbar, wie man sieht, wenn man unterwegs ist. Auch Wein
und Oliven gedeihen hier. Doch die moderne wirtschaftliche Entwicklung hat diesem
Landstrich bisher nicht erreicht. Viele Menschen, die hier leben, sind sehr
arm. Aber weil sie in einem gesegneten Klima zuhause sind, ertragen sie das
mit fröhlicher Gelassenheit.
Zwei Küsten gehören zu dieser Region, und die sind von Grund auf verschieden.
Eine - die am ligurischen Meer - ist fein und angenehm, zum Teil sogar sehr
vornehm. Hier, an einer Küste mit vielen Grotten und kleinen Buchten, liegen
sogar Luxusjachten.
Ganz anders das Ionische Küstenstück. Da ist noch das alte Magna Graecia
spürbar - Großgriechenland mit vielen Zeugen griechischer wie römischer
Vergangenheit. Oft werden hier erstaunliche Ausgrabungen gemacht. In klassischer
Zeit gar es hier offenbar eine ganze Reihe prominenter Städte.
Bademöglichkeiten? Nun, die Uferpartien sind lang, flach. Und es gibt auch
einige gute Badeorte.
Dies ist zu einem der besten Badeorte in Süditalien geworden. Hier geht es inzwischen sehr gepflegt, sogar luxuriös zu. Es gibt interessante Ausflugsmöglichkeiten - auch wenn die Straßen nicht immer vom Feinsten sind.
Hier kann man lukanische Kultur erleben. ("Lukanien" ist der alte Name für die Basilikata.) Es war die alte Hauptstadt der ganzen Region, Sitz eines Erzbischofs. Sehr malerisch liegt sie über einer Felsschlucht. Viele der Häuser sind - übereinander gestaffelt - in die Felswände aus Kalktuff gegraben. Solche "Sassi" gibt es schon sehr frühen Zeiten.
Hier, am Kraterrand des Monte Vulture, erntet man Wein und Oliven. Im ehemaligen Bischöflichen Palast sieht man den luxuriösen Sarkophag einer römischen Dame.
Die Stadt hat sehr gelitten - durch ein Erdbeben 1857 und dann im Krieg. Schade, denn hier gab es viel Schönes. Nun, einiges blieb erhalten oder wurde restauriert: der Dom und vor allem die romanische Kirche San Michele aus dem 11. Jahrhundert. Heute ist allerdings das "Museo Provinciale Lucano" noch wichtiger. Es enthält sehr gute antike Funde.
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