Die Abruzzen werden oft als ein eigens, besonderes Gebirge dargestellt. Ein eigenes sind sie nicht: Sie bilden einen Teil des Apennin, der als 1400 Kilometer langer Gebirgszug ganz Italien durchzieht. Ein besonderes Gebirge sind sie schon: Der wildeste, abenteuerlichste Teil dieses Appenin.
Die Region Abruzzen galt touristisch bei uns lange Zeit nur wenig. Zur klassischen
Vorstellung von Italien passte sie gar nicht. Das tut sie auch heute noch nicht
- aber sie hat inzwischen viele Freunde gewonnen. Denn die Gegend ist sehr schön,
hat ein gesundes Klima und bietet einiges an Sehenswürdigkeiten.
Abgesehen natürlich vom Erlebnis der Berge. Denn hier erhebt sich die Region
des Gran Sasso mit dem Corno Grande, der 2914 m aufragt. Diese Region stellt
aber nur eine der drei mächtigen Gebirgsketten dar (allerdings die höchste),
die diese Region durchziehen.
Und dann erstrecken sich hier die riesigen Wälder des Nationalparks, des Parco Nazionale d'Abruzzo. Der umfaßt viele Täler dieser Gegend,
hat Schutzhütten und markierte Wanderpfade. Er wurde schon früh als
Naturreservat eingerichtet, 1921, als so etwas durchaus noch nicht selbstverständlich
war: Dass man eine bestimmte Naturregion mit ihren Tieren und Pflanzen so gut
wie möglich erhalten wollte. Dank dieser Aktivitäten leben hier nun
nach wie vor der Abruzzen-Braunbär und der Apennin-Wolf, die Abruzzen-Gemse
und der Steinadler.
Früher gehörte die Gemeinde zu Tortoreto. 1956 löste sie sich und änderte den Namen. Heute ist Alba Adriatica mit 12000 Einwohnern und doppelt so viel Touristen ein bedeutenderer Ort als die Muttergemeinde. Der 3 Kilometer lange Sandstrand der direkt am Meer gelegenen Ortschaft bekommt immer wieder die begehrte "blaue Flagge" für gute Wasserqualität und sauberen Strand.
Das ist der Hauptort der Abruzzen - 714 Meter hoch gelegen und von gewaltigen Bergen umgeben. Hier stehen viele schöne Kirchen - romanisch bis barock - und ein Schloss. Das wurde im 16. Jahrhundert von Spaniern gebaut.
Es enthält ein interessantes Museum, in dem Sie Archäologisches sehen, außerdem Kunstwerke aus dem Mittelalter und die typischen Abruzzen-Majoliken, die während des 17. und 18. Jahrhunderts hergestellt wurden. Vom Park dieses Kastells haben Sie einen sehr schönen Blick auf die Bergketten des Gran Sasso und der Maiella. Am Fuß des Stadthügels, in der Nähe der Porta Riviera, steht der Brunnen "Fontana delle 99 cannelle", das Glück der 99 Röhren. Aus 99 marmornen Masken sprudelt Wasser.
Dieser "Große
Fels von Italien" ist ein Hochgebirgsstock, der mit dem Gipfel des Corno
Grande (2912 m) den höchsten Punkt des Apennin bildet. Von L' Aquila sind
es rund 20 Kilometer nach Nordosten zu dem hübschen Bergdorf Assergi (870
m). Nach weiteren vier Kilometern erreichen Sie den Weiler Fonte Cerreto
(1105 m). Von hier führt eine 3240 Meter lange Schwebebahn zur Bergstation
(Campo Imperatore, 2130 m). Dort oben finden Sie ein 20 Kilometer langes und
5 Kilometer breites Hochtal mit einem Hotel. Wenn Sie eine Dreiviertelstunde
bergauf wandern, kommen Sie zu einer Schutzhütte mit großartiger
Aussicht. Sie schauen über ganz Mittelitalien hinweg - rechts zur Adria,
links zum Tyrrhenischen Meer.
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