Reisen in VIETNAM·TREFFPUNKTE
Viele gute Gelegenheiten
zum Baden
Hanoi
- Die Hauptstadt des Landes hat sich in den vergangenen 30 Jahren scheinbar
wenig verändert. Die mittelalterliche Altstadt besitzt viel Charme
- sowie über 500 Pagoden und Tempel. Die einstöckigen ziegelgedeckten
Häuserzeilen haben zur Straße hin meist offene Ladenfronten.
Seit dem 15. Jahrhundert besteht der Kern dieser Altstadt aus genau 36
Gassen. In jeder ist ein anderes Handwerk angesiedelt. Und auf den Gehsteigen
am Straßenrand drängen sich die Garküchen. Wenn es Nacht
wird, verwandeln sich die Trottoirs in Wohn- und Esszimmer. Auf dem Bürgersteig
hocken jetzt Hanois Einwohner, schlürfen Nudelsuppen, spielen Schach
und überall hört man das emsige Klappern der Essstäbchen.
Saigon - Heute heisst es offiziell "Ho
Chi Minh City". Es wird von Hektik und der Jagd nach dem großen
Geld regiert. Protzig glänzen die Glasfassaden der neuen Hotels.
Wer zu Geld gekommen ist, wird leicht am Handy erkannt. Doch trotz sozialer
Gegensätze und der gegenwärtigen Bauwut besitzt Saigon immer
noch unverwechselbaren französisches Charme. Früher lebten hier
viele Europäer und manches in Saigon mutet noch sehr europäisch
an: die baumbestandenen Alleen, die schattigen Parks. Und die Kathedrale
Notre Dame, ein roter Backsteinbau von 1880, ist eindeutig ein Stück
Frankreich.
Hue - "Ein bewundernswertes architektonisches
Gebiet" - so steht es in den Unterlagen der UNESCO. Es ist die einstige
Hauptstadt der Nguyen-Dynastie und das eigentliche Herz Vietnams - geistig
wie kulturell. Auch eine mächtige Zitadelle erhebt sich hier. Hue
wurde 1802 Kaiserstadt des damals vereinigten Vietnam unter der Nguyen-Dynastie,
der letzten, die dieses Land offiziell - und unter französischer
Duldung - bis 1945 beherrschte. Zwar wurden der Kaiserpalast und die Altstadt
1968 im Vietnam-Krieg fast ganz zerstört, doch auch diese Ruinen
haben Würde.
Nha
Trang - Die Form von Vietnam, ein schmales, langgestrecktes S, ergibt
eine Meeresküste von 3260 km Länge. So gibt es zahllose hübsche
Badestrände. Der beliebteste Badeort ist Nha Trang: mildes Klima,
weisser Sandstrand, türkisfarbenes Meer. Die vorgelagerten Inseln
bieten noch mehr Badespass als der Strand am Festland. Hier baden jeden
Morgen in aller Frühe zahllose Vietnamesen.
Ha-Long-Bucht - Das ist eine Wasserfläche
von 1500 qkm - übersät mit 3000 kleinen Inseln, Felsen und Klippen:
die Spitzen einer ganzen unterseeischen Bergwelt. Die UNESCO hat diese
Bucht als "Welterbe der Natur" anerkannt.
Hoi An - Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert
war Hoi An eine bedeutende Hafenstadt. Im Fluss Thu Bon ankerten Schiffe
aus aller Welt. Hoi An wurde zur Handelsstadt. Japanische und chinesische
Händler siedelten sich an. Sie waren reich, sie konnten sich Tempel,
Pagoden und prächtige holzverzierte Wohnbauten leisten. Doch im 18.
Jahrhundert versandete der Fluss, Hoi An verlor seine wirtschaftliche
Bedeutung. Heute wirkt die kleine Stadt wie ein historisches Museum voll
wehmütigem Charme. Andererseits wurde Hoi An jetzt zum hübschen
Badeort mit beschwingter Riviera-Stimmung. Im Zentrum breitet sich ein
malerischer Bauernmarkt aus, da sind enge Gassen mit alten chinesischen
Reihenhäusern und vielen Lokalen. Am Strand gibt es Liegestühle
und kühle Getränke.
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