Ursprünglich
waren über zwei Drittel der vietnamesischen Landfläche von tropischem
Wald bedeckt. Es gab immergrünen Regenwald im Landesinneren,
Monsunwälder, die nicht immergrün sind, in den Berggebieten.
An den flachen Küstenabschnitten wuchsen Mangroven.
Ein Teil dieser Wälder ist in den letzten Jahrzehnten verschwunden. Inzwischen trägt nur noch ein Drittel der Landflächen dichte Baumgebiete. Man hat viel abgeholzt, ohne dadurch nennenswerten Ackerboden zu gewinnen. Seit 1955 gilt das Aufforsten als eine vordringliche Aufgabe des Staates.
Die Vietnamesen lieben Pflanzen und Blumen - vor allem, weil sie hübsch sind, und nicht, weil sie ihnen nutzen können. Doch die vietnamesische Vegetation ist aus rein wirtschaftlichen Gründen sehr wichtig. Erstens wächst in den Wäldern viel Edelholz, das man gut verkaufen kann. Und dann gibt es unglaublich viele Heilkräuter. Rund tausend von ihnen werden auch in der traditionellen Medizin verwendet; es dürften aber weit mehr sein.
Der
Bestand an Wildtieren hat durch die Kriege sehr gelitten. Auch in andere
Tierbestände griffen diese brutalen Zeiten ein. So sind in jenen
Jahrzehnten eine Million Wasserbüffel verschwunden. Von den Tigern
und Leoparden, auf die während der französischen Kolonialzeit
regelmäßig Jagden veranstaltet wurden, wird kaum noch gesprochen.
Sie leben allenfalls noch in den Dschungelregionen an der Grenze zu Kambodscha
und Laos. Wilde Elefanten gibt es noch im zentralen Hochland, doch es
werden immer weniger.
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