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Reisen in Sri Lanka
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Reisen in Sri Lanka·Aus dem ArchivElefanten zum häuslichen Gebrauch
Ceylon liegt am Eingang des bengalischen Meerbusens. Von der Seeseite gewährt die Insel einen sehr lieblichen Anblick, da der Boden nach der Mitte zu fortwährend bis zum 6400 Fuß hohen schön bewaldeten Pik Adam (oder Adamsberg) ansteigt, während die Küstengegenden mit reichen Saaten, Pflanzungen und lieblichen Palmenhainen prangen. Die ausgedehnten Waldungen, welche das Innere der Insel einnehmen, sind nur hier und da durch angebauten Täler durchbrochen und bestehen zum Teil aus den herrlichsten Frucht- und Forstbäumen. Diese Wälder sind aber auch der Aufenthalt von zahllosem Wild, namentlich von Elefanten, stärker, kühner und gelehriger als anderwärts, von Moschustieren, wilden Schweinen, Tigern, Leoparden, Hyänen und allen in Indien einheimischen wilden Tieren. Auch fehlt es nicht an giftigen und ungiftigen Schlangen.
Die Haupterzeugnisse sind Zimt, Reis, Südfrüchte, Cocospalmen, Pfeffer, Kaffee, Tabak, Kardamom. Ochsen und Büffel zieht man zum Ackerbau und Pferde zum Reiten. Dagegen wird viel Geflügel, besonders Hühner und Tauben sowie Elefanten zu häuslichem Gebrauche gezähmt. An der Nordwestküste werden viele ausgezeichnete Perlen gefischt, wozu sich im Februar und April an 1000 Boote dort vereinigen, und auch an Edelsteinen ist großer Reichtum. Der größte Teil der Einwohner, deren Gesamtzahl auf 1.200.000 berechnet wird, besteht aus Singhalesen, von malaiischer Rasse und dunkelgelber Haut. Die Insel ist 1505 von den Portugiesen betreten worden, von denen sie 1656 an Holland kam, seit 1795 aber ein englisches Besitztum ist und von einem Statthalter regiert wird, der in der Hauptstadt Colombo residiert. Diese liegt an der Westküste, hat 50.000 Einwohner, keinen Hafen, sondern nur eine Reede, wo sich die Schiffe bloß vom Dezember bis zum Mai halten können, treibt aber dennoch starken Handel. Andere merkwürdige Städte sind: Jaffna an der Nordküste, auch nur mit einer Reede; Trincomalee an der Nordostküste mit einem der besten und größten Häfen Ostindiens und stark befestigt; Kandy im Innern der Insel in einem Tale, von dichtbewaldeten Bergen umgeben, bis 1815 die Residenz des Königs von Kandy, dem die Engländer den Thron raubten und dessen Palast noch hier steht. Reisen mit Reise
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