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Reisen in Russland·Sibirien

Ein Ort für Unerwünschte

Hinterm Ural breitet sich, schier endlos weit, Sibirien aus. Es ist fast ein riesiger Kontinent, den die Zaren einstmals jedwedem Interessenten - Kosaken wie Abenteurern, Pelztierjägern wie Bauern - frei und gern zur Verfügung stellten, nur damit das Gebiet überhaupt erschlossen wurde.

Alsbald, um die Mitte des 17. Jahrhunderts, quollen die Schatzkammern der Zaren über von Gold und Pelzen, die aus Sibirien kamen. Heute leben in Sibirien, das zehn Zeitzonen und den gesamten Norden Asiens umfasst, rund hundert ethnische Minderheiten, die alle ganz wild darauf sind, selbstständig zu werden. Die größte dieser Volksgruppen machen die sechs Millionen Tataren aus, die ursprünglich von der mittleren Wolga stammen und sich auch dort in dem damals spärlich besiedelten Land aus weiten, lockeren Nadelwäldern, Bergen, Flüssen und Seen gut zurechtgefunden hatten.

In Sibirien leben die meisten Menschen in der landwirtschaftlich nutzbaren Zone zwischen den Eiswüsten mit den ganzjährig gefrorenen Böden im Norden und den mittelasiatischen Wüsten, wo im Sommer alles verbrennt.

Eine der typischen Städte Zentralsibiriens ist Irkutsk (auf 450 m), am Abfluss des Baikal-Sees. Hier sind die Sommer kurz und heiß, die Winter lang und streng, wobei manchmal minus 50 Grad erreicht werden. Die Stadt wurde im 17. Jahrhundert als Winterquartier für Kosaken erbaut, war dann Handelsplatz und Bollwerk gegen wiederholte mongolische Überfälle, Goldgräberstadt - und Deportationsort für im Westen Russlands unerwünschte Intellektuelle.

Auch viele missliebige russische Adelige wurden im 19. Jahrhundert nach Irkutsk verbannt. Das führte dort zu einer erstaunlichen gesellschaftlichen wie kulturellen Entwicklung, die man heute noch an der Atmosphäre der Stadt sowie an vielen kunstvollen Bauwerken erkennen kann.

Am riesigen Baikalsee (er ist mit 1620 m der tiefste Binnensee der Erde und war einst für seine einmalige Tier- und Pflanzenwelt berühmt) entstanden in den letzten Jahrzehnten mehrere Atomkraftwerke, die das Wasser mittlerweile so verseucht haben, dass der See jetzt als klinisch tot gilt.

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