Reisen in der GUS·Geschichte III
Vom Moskau nach St.
Petersburg und zurück
Lange war der Moskauer Kreml Mittelpunkt der weltlichen
wie der kirchlichen Macht in dem riesigen Land.
Doch 1706 gründete Zar Peter der Große St. Petersburg als
neue Hauptstadt seines Reiches. Er hatte als junger Mann Westeuropa bereist;
seitdem war ihm das intrigante, muffige Moskau verhaßt.
Er hatte zudem die sehr moderne Idee, man müsse dem russichen Reich
ein Tor zum Westen öffnen. Das Newa-Delta am Finnischen Meerbusen
schien ihm für seine neue Residenzstadt besonders geeignet.
Rußland wurde nun eine Weltmacht und
spielte in der europäischen Politik mit. An nahezu allen politischen
und kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa nahm es teil. Das ging
so bis 1917, als die Februar-Revolution dem Zarenreich ein Ende machte.
Die Bolschewisten kamen an die Macht; 1922 wurde die UdSSR gegründet.
Die wurde 1934 in den Völkerbund aufgenommen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte die
UdSSR, den inzwischen geschaffenen großen Ostblock zu halten. Rußland
- vor allem Moskau (das längst wieder Regierungsstadt war) - spielte
dabei die wichtigste Rolle. Doch 1991 begann die Auflösung der UdSSR,
die russische Zentralgewalt verlor zunehmend an Macht. Noch im gleichen
Jahr wurde die UdSSR vollends aufgelöst, aber sofort die "Gemeinschaft
der Unabhängigen Staaten" (GUS) gegründet. In dieser hat
die Russische Föderation von Anfang an die Führung.
St. Petersburg mußte zwar beim Ausbruch der Revolution den Status
als Hauptstadt Russlands wieder an Moskau abgeben, doch ist es immer noch
die sehenswerteste Stadt der ganzen GUS.
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