Reisen mit Reise Rat·Bolivien
Den Namen gab ein
Freiheitsheld: Bolivien
Ein Teil ist Bergland, doch ganz allgemein gehört
Bolivien zur Zone der tropischen Regenwälder.
Charakteristisch dafür sind in tief eingeschnittenen Tälern
die "Yungas", schwüle Nebel- und Regenwälder. Im "Páramo",
den Hochlagen zwischen 3000 und 4500 m, gedeiht nur wenig außer
Strauch und Gräsern. Typisch ist der "Frailejon", ein mannshoher
Korbblütler - die Charakterpflanze des "Páramo".
Die Tierwelt ist artenreich. Nabelschwein,
Tapir
und Rotwild sind häufig, Puma und Jaguar nicht selten. Im südöstlichen
Bolivien lebt der amerikanische Strauß, der Nandu. Fast überall
im Land sieht man Tukane, Papageien und Kolibris.
Eine besonders artenreiche Höhen-Fauna findet man am Titicacasee.
Dort leben viele Alpakas und Lamas, aber auch der Anden-Condor.
An diesem Titicacasee entstand zwischen
200 vor und 600 nach Chr. ein stadtähnliches Kulturzentrum. Das hieß
"Tiahuanaco". Dort wurden Kartoffeln und allerlei Gemüse
angebaut, Lamas und Alpakas gezüchtet. Ums Jahr 600 war Tiahuanaco
das Zentrum eines Reiches, das große Teile des bolivianischen Hochlandes
und der pazifischen Küste umfasste: das Reich der Inkas. Im 16. Jahrhundert
gehörte das ganze bolivianische Hochland zum Inkareich, bis 1533
die Spanier kamen und das Land besetzten.
1825 erklärte es seine Unabhängigkeit. Nach dem Befreiungsheld
Simon Bolivar gab es sich den Namen "Bolivien", wurde Republik,
bekam eine moderne Verfassung - und Probleme mit den Nachbarländern,
sogar drei größere Kriege. Seit 1993 stellen die Regierungen
ehrgeizige Reformprogramme auf, um die Wirtschaft zu modernisieren. Das
hat dem Land sehr aufgeholfen.
Drei Städte sind - zumindest dem Namen
nach - gut bekannt: La Paz, Santa Cruz und Copacabana.
La Paz: Dieser Name umfasst mehr als nur
Boliviens wichtigste Stadt: Er benennt ein ganzes Departement mit 20 Provinzen
und 272 Kantonen. Die Stadt selbst heißt eigentlich "La Ciudad
De Nuestra Senora de La Paz", also die "Stadt unserer Frau des
Friedens".
Die Lage ist bezaubernd: zwischen dem Titicacasee, den Bergriesen der
Anden und dem subtropischen Urwald. Außergewöhnlich ist die
Höhenlage: zwischen 2000 und 3400 Metern. La Paz hat den höchsten
internationalen Flugplatz (4085 m) und auch das höchste Skigelände
der Welt: Chacaltaya (5200 m).
Santa Cruz - Boliviens zweitgrößte
Stadt - ist ein riesiger tropischer Garten mit üppiger Vegetation,
aber auch ein Musterstück kolonialer Architektur. Überall spürt
man: Diese Stadt ist reich.
Copacabana ist ein Wallfahrtsort am Titicacasee,
der in 3818 m Höhe seit mindestens 3000 Jahren städtische Tradition
hat. Hier findet man die Überreste vieler Kulturen - einschließlich
der Inkas.

Mehr Informationen:
Botschaft von Bolivien
Abt. Tourismus
Wichmannstrasse 6
10787 Berlin
Tel 030 - 26 39 15 0
Fax 030 - 26 39 15 15
E-Mail: embajada.bolivia@berlin.de
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