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Reisen in der Schweiz·Geschichte I

Ein einig Volk von Brüdern

Es ist ein Wunder, dass ein derart heikles Gebilde wie die Eidgenossenschaft der Schweiz überhaupt zusammenhält - und das schon so lange. Sprachlich, konfessionell, soziologisch, wirtschaftlich und politisch ist dieses Volk von sechseinhalb Millionen Menschen ein so kompliziertes Puzzlespiel, dass sich jeder Außenstehende fragt, wie da ein nationaler Zusammenhalt möglich sein soll.

"Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern!" - Das ist die Rütlischwur-Romantik, wie Friedrich Schiller sie im "Wilhelm Tell" besungen hat. Ist das so einfach? Nein - der eidgenössische Friede ist das Produkt permanenter Streitigkeiten. Wie in einer großen Familie rauft man ständig. Indessen: Fremden gegenüber hält man eisern zusammen.

Wie es zu dieser vielköpfigen Staatsfamilie kam, ist erstaunlich genug.

Um 400 v.Chr. flüchteten keltische Helvetier und Räter vor heranrückenden Germanen aus Süddeutschland in die Schweiz. Die Räter waren damit ganz zufrieden, aber die Helvetier wollten eigentlich weiter ins südliche Gallien. Doch die Römer waren dagegen. So blieben die beiden keltischen Stämme in der Schweiz. Die wurde nun eine römische Kolonie.

Die Römer waren reformbesessen wie überall, brachten das Geld und die Wasserspülung, bauten Wein und Paßstraßen - kurz: Sie sorgten für lauter nützliche Dinge, von denen es in der Schweiz noch heute jede Menge gibt.

Die römische Verwaltung endete, als die Völkerwanderung in Gang kam. Im Westen der Schweiz erschienen die Burgunder, im Norden die Alemannen. Das merkt man noch heute an der Sprachgrenze, die das Land in ein deutsches (alemannisches) und ein welsches (burgundisches) Gebiet aufteilt. Sie verläuft etwa auf der Linie zwischen Bieler See und Matterhorn.

In Rätien, dem heutigen Graubünden, hielt sich eine dritte Sprache: das Provinzlatein der Römer, aus dem das Rätoromanische wurde.

Inzwischen, im 5. und 6. Jahrhundert, waren die Franken gekommen und hatten die ganze Schweiz zum Bestandteil des fränkischen Reichs gemacht; so wurde sie dann auch Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Als im 13. Jahrhundert dieses Reich zerfiel, ging es auch in der Schweiz drunter und drüber. Die Mächtigen - Fürsten, Ritter, Freie Städte - stritten um Einfluß und Geld. Die Berggemeinden in den schwer zugänglichen Tälern nutzten das klug aus. Sie verwalteten sich alsbald selbst: winzige, stolze Dorf-Staaten. Noch heute haben viele dieser Orte Sonderrechte, die ihnen niemand mehr streitig macht.

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