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Reisen in Rumänien·SIEBENBÜRGEN

Die Städte haben
deutsche Namen

Mittendrin in Rumänien - schön eingerahmt von den Ost- und Südkarpaten - liegt Siebenbürgen.

Auf Landkarten deutscher Herkunft erkennt man oft, welche Städte dazugehören. Es sind nämlich die, bei denen neben der rumänischen Bezeichnung auch eine deutsche steht. Da heißt dann Sibiu auch Hermannstadt, von Brasov erfährt man, dass es als Kronstadt ebenfalls bekannt ist, und Cluj nennt sich, länger (aber anheimelnder), auch Klausenburg.

Dies läßt vermuten, dass hier einstens Deutsche am Werk waren. So ist es auch. Noch heute. Es waren die "Siebenbürger Sachsen", die ein ungarischer König im 12. Jahrhundert in dieser Gegend ansiedelte. Es waren zwar nicht bloß Sachsen, sondern Menschen aus allerlei deutschen Landen, aber das macht ja nichts. Rund 175.000 Nachkommen von ihnen leben noch dort und sprechen weitgehend deutsch.

Im Dreieck zwischen Cluj, Sibiu und Brasov findet man alles, was in diesem Zusammenhang interessant ist. Und wer nicht lange danach suchen möchte, braucht nur von Sibiu über Medias und Sighisoara nach Brasov zu fahren.

Medias heißt auf deutsch "Mediasch" und ist heute ein Industriestädtchen, in dem Teile der Stadtbefestigung und ein von schönen Häusern umstandener Platz zu sehen sind. Sighisoara nannte sich einst "Schässburg". Es ist das schiere Mittelalter: traulich, versponnen, mit Winkeln und Gäßchen, Türmen und Mauern - Rothenburg ob der Tauber, rumänisch.

Zwischendrin findet man auf dieser Straße ein altes Sachsendorf neben dem anderen: Slimnic (oder Stolzenburg), Copsa Mica (oder Klein-Kopisch), Prostea Mare (oder Probstdorf), Vorumlot (oder Wurmloch), Cata (oder Katzendorf), Maerus (oder Nussbach), Feldioara (oder Marienburg) - so geht das fort.

Es sind Dörfer, wie man sie aus Deutschland kennt; dabei teils verfallene, teils gut erhaltene Wehrkirchen, in die sich die Siebenbürger Sachsen hin und wieder zurückziehen mussten. Mindestens dreihundert solcher Wehrkirchen stehen noch heute in Siebenbürgen. Cluj (oder Klausenburg oder, wie die Ungarn es nennen, Kolozsvar), die Hauptstadt Siebenbürgens, ist gleichzeitig Rumäniens zweitwichtigste Stadt. Hübsch ist sie ausserdem. Der Stadtkern ist noch sehr altertümlich, aber die Atmosphõre ist weltoffen.

Cluj ist eine zwei- oder gar dreisprachige Stadt. In der Universität lernt man rumänisch und ungarisch, die Theater spielen sowohl in rumänischer als auch in ungarischer Sprache. Und deutsch hört man ebenfalls.

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