Reisen in Österreich ·
WIEN
Eine der kunstvollsten
Städte der Welt
Nach
wie vor ist Wien eine glanzvolle Metropole mit schönen Bauten, mit
Theatern und Museen, mit der traditionsreichen Hofreitschule und dem wie
eh und je beliebten Prater, mit den Kaffeehäusern und Heurigenlokalen
- eine der interessantesten, widersprüchlichsten, kunstvollsten Städte
der Welt.
Wiener Walzer und Wiener Schnitzel, Wiener Sängerknaben und Wiener
Würstchen, Wiener Philharmoniker und Wiener Blut - welche Stadt hat
so vielen angenehmen und charmanten Dingen ihren Namen gegeben?
Warum fanden sich gerade hier mehr Musiker und Theaterbesessene als
sonstwo? Warum haben die Wiener Philharmoniker, die Staatsoper und das
Burgtheater Weltruf? Warum entstanden just in Wien so viele unsterbliche
Werke der Literatur - von frivolen Erzählungen bis zur tiefsinnigen
philosophischen Schrift?
Weil Wien jahrhundertelang die Hauptstadt eines
riesengrossen Kaiserreichs war! lässt sich darauf antworten.
Aber das befriedigt nur zum Teil. Der Rest des Wunders lässt sich
nicht erklären. Er ist eines der Geheimnisse dieser Stadt.
Ein anderes ist, warum es dort so viele Ringstrassen gibt. Den "Burgring"
den "Opernring", den "Parkring" - und so weiter, neun
an der Zahl. Wer fremd ist, wähnt sich In ein unüberschaubares
Gewirr aus Ringen verstrickt. Das aber ist ein Irrtum, von dem vor allem
die Taxifahrer profitieren. In Wirklichkeit gibt es nämlich nur einen
einzigen. Das ist ein hufeisenförmiger Strassenring, der am Donaukanal
beginnt (einem ausgebauten Nebenweg der Donau) und nach einer grossen
Schleife wieder an jenem Kanal endet. Er hat lediglich viele Namen.
Was sich innerhalb dieses Rings tut, ist Wiens
Mittelalter. Was sich unmittelbar rechts und links der Ringstrassen
abspielt, ist Wiens späte Kaiserzeit. Mittendrin steht der Stefansdom
(Österreichs bedeutendster gotischer Bau), umgeben von vielen schönen
Barockhäusern. Nicht weit davon steht die Hofburg, die ehedem kaiserliche
Residenz - ein krauses, eher gewaltiges als schönes, weitverzweigtes
Durcheinander aller nur denkbaren Stile.
An
den Ringstrassen treffen Sie auf Universität und Burgtheater,
Rathaus und Parlament, das berühmte Naturhistorische und das noch
viel berühmtere Kunsthistorische Museum, die Staatsoper und den Stadtpark
- kurz: Sie treffen auf alles, was in Wien einen Namen hat. Auf fast alles.
Die beiden wunderhübschen barocken Belvedere-Schlösser, die
Prinz Eugen sich bauen liess - das obere für Festlichkeiten, das
untere zum Wohnen -, die finden Sie, inmitten schöner Parkanlagen,
ein paar Schritte ausserhalb des Rings. Noch weiter draussen, im Südwesten,
liegt das ebenfalls barocke, ebenfalls in Parkanlagen gebettete, ebenfalls
sehr sehenswerte kaiserliche Schloss Schönbrunn.
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