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Reisen in Norwegen·Hurtigruten

Smoking und Abendkleid unnötig

Sie sind von Norwegen nicht wegzudenken: Die Hurtigruten. Viele halten eine Fahrt mit ihren Schiffen für die schönste, erholsamste Seereise der Welt.

Norwegen - © Innovation Norway - Hurtigruten - Geirangerfjord - Foto: Christian Houge
Im Geirangerfjord

Ursprünglich sollten die Hurtigruten (zu deutsch etwa "Schnellstrecken") nur dem Postverkehr dienen. Wer bis weit zum Ende des 19. Jahrhundert einen Brief von Süd- nach Nordnorwegen schickten wollte - etwa von Bergen nach Hammerfest - , der mußte damit rechnen, dass seine Botschaft über Land mindestens drei Wochen unterwegs war. Im Sommer. Im Winter konnten das auch drei Monate sein. Das war eine unhaltbare Situation.

Die Lösung waren Postschiffe der neugegründeten Hurtigruten, die ab 1893 an der Westküste entlangfuhren, von Trondheim bis Hammerfest, und an drei Dutzend Haltepunkten die Post ablieferten. So war ein Brief nur noch wenige Tage unterwegs.

Vernünftige Seekarten gab es nicht

Das klingt sehr einfach, aber es war ein wenig komplizierte dadurch, dass es vor dem Start der Hurtigruten überhaupt noch keine vernünftige Seekarte vom ganzen norwegischen Seeraum gab. Kein Schiff konnte genau wissen, wohin es überhaupt fuhr und wo man an der Küste sicher fahren konnte. Als erster traute sich Kapitän Richard With 1893 mit seinem "Versteralen" auf die Strecke von Trondheim nach Hammerfest. Und als er dann wider Erwarten für den ganzen Hin- und Herweg nicht viele Wochen, sondern nur eine einzige brauchte - da waren das Staunen und der Beifall groß.

Richard With und sein Lotse Anders Holthe stellten dann eilends die erste brauchbare Seekarte zusammen - zunächst von Trondheim nach Hammerfest. Später wurde die Route verlängert, von Bergen bis Kirkenes, und bald war statt der wöchentlichen Fahrt mit der "Vesteralen" ein täglicher Betrieb mit mehreren Schiffen üblich.

Schon das erste Postschiff war auch ein Frachter und nahm Passagiere mit - allerdings unter sehr schlichten Bedingungen. Das hat sich geändert, die Schiffe befördern zwar immer noch hauptsächlich Post, halten an 34 Häfen, sind aber inzwischen weit besser auf Fahrgäste eingerichtet

Es sind jedoch keine Luxusdampfer geworden. Sie haben alles Nötige an Bord und sehr angenehme Kabinen, aber sie sind weitab von allem Gesellschafts-Pomp. Smoking und Abendkleid fallen hier als weit Überzogen auf. Einen Swimmingpool hat nur die "Finnmarken" (von 2002) an Bord.

Inzwischen sind es vom der ältesten noch fahrenden "Lofoten" (von 1956) bis zur jüngsten "Midnatsol" (von 2003) volle 13 Schiffe, die auf den Hurtigruten jedesmal für die Hin- und Rückreise 2500 Seemeilen zurücklegen. Aber alle sind nach wie vor in erster Linie Postdampfer.

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