Im Zentrum Maltas, auf einer Anhöhe, liegt Mdina, das seit der Römerzeit (und bis Valletta gebaut wurde) die Hauptstadt der Insel war. "Citta Nobile" hieß sie im Mittelalter - "die Erhabene".

Mdina mutet noch heute auf erstaunliche Art mittelalterlich an. Nach wie vor leben hier maltesische Adelsfamilien in ihren Palästen. Die Stadt hat eine Festung. Die bietet von der Festungsmauer einen sehr schönen Blick über die ganze Insel. Auch hier gibt es Bauten, die einen Besuch lohnen. Da ist zum Beispiel die St. Pauls-Kathedrale aus dem Jahr 1697 mit einem Museum, das reiche Kunstschätze und viel kulturhistorisch Interessantes enthält.
Man
vermutet, dass die Kirche dort steht, wo ums Jahr 60 der römische
Statthalter Publius seine Residenz hatte. Das war die Zeit, als der Apostel
Paulus versehentlich auf Malta strandete. An einer großen Bucht
im Nordwesten der Insel liegen zwei kleine Inseln. An denen zerschellte
das Schiff, das den Apostel nach Rom bringen sollte.
Paulus nutzte die Panne, kam nach Mdina und bekehrte den römischen Statthalter zum Christentum. Damit machte er ganz Malta christlich. Publius wurde der erste maltesische Bischof. Und die große Bucht ist heute eine Badegegend - sie heißt jetzt "St. Paul's Bay".
Südlich von Mdina liegt Rabat. Dort grub man allerlei aus der Zeit der Römerherrschaft aus - darunter weitläufige Katakomben. In diesen sieht man originelle, aus dem Felsen gehauene Tische. An denen ließen sich die Trauergäste zum Totenmahl nieder.
Aus einer römischen Stadtvilla mit wunderschönen Mosaiken machte man ein attraktives Museum für Römische Antiquitäten.

In den Katakomben von Rabat
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