Italiens Seen

Drei von Italiens Seen kennt man gut: den Lago Maggiore, den Corner See und den Gardasee. Wenn nun jemand auch den Luganer See nennt, hat er nicht ganz unrecht: ein Uferstück dieses Schweizer Wassers liegt tatsächlich in Italien. Ebenso, wie ein Fünftel des Lago Maggiore eidgenössisch ist. Aber es gibt dort viel mehr Seen. In Oberitalien liegen mindestens drei Dutzend.

Viele von ihnen haben in ihrem nördlichen Teil den Charakter von Fjorden, die in die Berge hineinreichen. Beim Gardasee ist die Fjordgestalt typisch: In den Bergen ist er nur vier Kilometer breit. Erst dort, wo die Po-Ebene beginnt, öffnet er sich weit und liebenswürdig auf eine Breite von 17 Kilometern.

Insgesamt ist dieser See 52 Kilometer lang und damit der größte der Gegend. Viele Touristen (darunter Vergil, Plinius, Goethe) sagen: auch der schönste.

Diese Schönheit hängt eng mit der Vegetation zusammen. Am Gardasee hat sich ein Pflanzenreichtum entwickelt, wie man ihn sonst nur viel weiter südlich am Mittelmeer kennt. Das liegt am Klima: Die Alpen schützen vor dem wüsten Nordwind. So wachsen hier Palmen neben Gebirgspflanzen, Zypressen neben Zedern, Oleander und Magnolien neben Edelkastanien. Oliven, Orangen, Zitronen und Mandarinen werden hier gepflanzt - ganz zu schweigen vom Wein am östlichen und südlichen Ufer.

Ebenso vielfältig ist der Charakter der Seeorte - vom halbwegs mondänen Riva (ganz im Norden) bis zum winzigen, verträumten San Vigilio im Osten.

Nicht viel kleiner als der Gardasee ist der Lago Maggiore. Auch hier fasziniert die fast exotische Pflanzenwelt. Da wachsen nicht nur Kamelien und Magnolien, sondern sogar Lotos und Kaffee, die man in Oberitalien eigentlich weniger vermutet. Sieben Inselchen schwimmen im blaugrünen, klaren See, drei davon (Isola Bella, Isola dei Pescatori, Isola Madre) wurden zu botanischen Paradiesen ausgebaut, die man gegen Eintrittsgeld besichtigen kann.

Der dritte große, der Comer See, ist wie ein Y geformt. Wer ihn umrunden will, hat 180 km zu tun, erlebt aber eine ständig wechselnde Szenerie. Der mittlere Teil des Sees gibt sich lebhaft und heiter, der westliche Arm ist wie ein blühender Garten, der östliche spielt sich als Fjord auf.

Die drei Seen gelten seit Jahrhunderten als bevorzugter Wohnsitz von Dichtern, Musikern und Malern. Wo es Künstlern gefällt, kommen auch Leute mit Geld; so sind die Seen großenteils von herrschaftlichen und hochherrschaftlichen, betagten, aber noch rüstigen Villen umstanden.

Von drei weiteren, kleineren Seen sollte man ebenfalls sprechen, weil sie weniger bekannt und drum viel stiller sind. Da ist zunächst der Ortasee, westlich vom Lago Maggiore. Er ist der wärmste von allen und einer der schönsten. Östlich vom Lago Maggiore liegt der Varesesee, der sehr fischreich und darum bei Anglern beliebt ist. Der Iseosee schließlich, zwischen Garda- und Comer See, gleicht einer großen Familienbadeanstalt. heiter und vergnügt. Außerdem gehört zu ihm die größte italienische Seen-Insel: Monte Isola.

Auch Mittelitalien hat seine Seen: den Trasimener See in Umbrien, weiter südlich den Bolsena- und den Bracciano-See.

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