Pompei

Bitte versetzen Sie sich in die Zeit um Christi Geburt. Da lagen am Fuße des Vesuvs die reiche Handelsstadt Pompeji und das Städtchen Herculaneum. Reges Leben herrschte, vor allem in Pompeji: Handel und Wandel, Gewerbe und Kunst standen in Blüte. Tempel, Theater, öffentliche Gebäude und Privathäuser waren aus Stein gebaut. Sie hatten Wasserleitungen aus Blei und zum Teil Glasfenster. Viele waren mit Wandmalereien und Kunstwerken ausgestattet. Es gab Theateraufführungen und Gladiatorenspiele, fleißige Handwerker und reiche Müßiggänger.

Am 5. Februar 63 bebte die Erde. Pompeji und Herculaneum wurden beschädigt. Man besserte die Schäden schnell aus, wunderte sich, aber glaubte den klugen Leuten nicht, die da warnten, dass der Vesuv an dem Beben schuld sein könnte.

Doch er war es.

Aber erst am 24. August 79 brach er mit einer gewaltigen Eruption aus. Einen Tag später gab es Pompeji und Herculaneum nicht mehr.

Über Pompeji ging ein Wolkenbruch von Bimsstein und Asche nieder - so kompakt, dass die Schicht in wenigen Minuten sieben Meter hoch war. Die meisten Einwohner nahmen die Gefahr im ersten Augenblick nicht so ernst. Der Krater des Vesuvs lag schließlich zehn Kilometer entfernt. Vor der Asche suchten sie Schutz im Keller. Dort erstickten sie zu Tausenden. 1700 Jahre später fand man noch die Abdrücke ihrer Körper in der Asche, die überall eingedrungen war: Man konnte die Formen mit Gips ausgießen und so im Museum der Nachwelt erhalten.

Bei Herculaneum war es anders. Es lag zwar nur sieben Kilometer vom Krater entfernt, doch nicht - wie Pompeji - in der Windrichtung. So bekam es keine Asche ab. Doch ein gewaltiger Strom von ausgespieenem Schlamm bewegte sich auf die Stadt zu und verschüttete sie bis zu 30 Meter hoch.

Der Schlamm kam nicht so schnell wie die Asche, die sich auf Pompeji niedersenkte, und die meisten Bewohner von Herculaneum konnten fliehen. Aber den größten Teil ihrer Habe mußten sie zurücklassen. Der Schlamm erstarrte zu Stein und konservierte, was darunter lag: Fachwerkhäuser und Brunnen, sogar Holzmöbel, Schmuck und Kunstwerke.

Erst 1748 begann man mit den Ausgrabungen in Pompeji. 1787 stand Goethe vor den inzwischen freigelegten Trümmern und sprach - wie stets - ein bedeutendes Wort: "Ich weiß nicht leicht etwas Interessanteres!" Heute würde er alles zweifellos noch sehr viel interessanter finden, denn inzwischen wurde hundertmal mehr ausgegraben und sorgfältig restauriert. Heute können Sie durch die Straßen der historischen Städte Pompeji und Herculaneum wandern, sehen die Häuser links und rechts, die schmalen Gassen und den Marktplatz, die Einrichtungen der Handwerker und die Innenhöfe der vornehmen Bürgerhäuser.

Was Sie an Details hier nicht finden, entdecken Sie auf jeden Fall im Nationalmuseum von Neapel. Dort sind die wertvollsten Funde der Ausgrabungsstätten gesammelt und ausgestellt.


Weltweit vom Schönsten: Kampanien

Es gibt wenige Landschaften - in Italien oder anderswo - , die von Dichtern so überschwänglich beschrieben worden sind wie Neapel und sein Golf. Diese Gegend von Kampanien (zu der auch der Nachbargolf von Salerno gehört) hat in der Tat ungemein viel Hübsches zu bieten: eine Vielfalt an Steilküsten und Stränden, Buchten und Inseln, Terrassenstädtchen und Bergdörfern, Orangen- und Zitronenhainen. Sogar zwei weltberühmte Schönheiten finden sich hier: die Insel Capri und die Amalfitanische Küste zwischen Sorrent und Salerno.

Ganz prächtig ist die Straße, die von Neapel am Ufer entlang über Sorrent und Amalfi nach Salerno führt. Es ist Italiens schönste Straße und, ohne Ubertreibung, eine der schönsten der Welt. Nicht sehr breit, kurvenreich und gefährlich hoch über dem Wasser - aber einzigartig reizvoll. Von den Ortschaften, die man passiert, ist eine malerischer als die andere.

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