ITALIEN

Was macht Italien so unglaublich vielfältig?

Als sich der italienische Staat vor etwas mehr als hundert Jahren bildete, schlossen sich zahlreiche mehr oder weniger unabhängige Länder zusammen. Sie behielten ihren Namen und weitgehend auch ihre Grenzen. Die Folge: Italien besteht heute aus 20 Regionen, von denen jede ihre Geschichte und ihren eigenen Charakter hat.

Nehmen Sie nur Oberitalien. Was gibt es da nicht alles! Ganz im Norden Südtirol, die Heimat von Andreas Hofer, Luis Trenker und anderen kernigen Gestalten. Es gibt kein Bilderbuchmotiv aus der Bergwelt, das in Südtirol nicht zu finden wäre: die steilen Felsen und die grünen Matten, Gamsbock und Enzian, buntblühende Hochalmen, Bergseen und Wasserfälle, holzgebaute Höfe und schlicht-behagliche Gasthäuser.


Drei berühmte Seen

Ein Stück weiter südlich die oberitalienischen Seen. Drei von ihnen sind sehr bekannt: der Lago Maggiore, der Comer See und der Gardasee. Aber es gibt ja viel mehr davon. Viele von ihnen haben in ihrem nördlichen Teil den Charakter von Fjorden, die in die Berge hineinreichen. Beim Gardasee ist die Fjordgestalt ganz typisch.

Und dann Oberitaliens Städte! Seit dem Mittelalter sind es die geschäftigsten, mächtigsten und reichsten in ganz Italien. Turin gehört dazu, Mailand, Bologna und Padua, Vincenca und Verona. Bei diesen letzten vier besteht der stärkste Reiz in der Harmonie der mittelalterlichen Stadtkerne mit ihren Palästen, den geschlossenen Plätzen, den kunstvollen Bürgerhäusern und dem Schmuck der Bauten.


Das bezaubernde Venedig

Ja - und dann natürlich Venedig. Das gehört zu Oberitalien. Es zerbröckelt nach und nach. Aber es ist eine der bezauberndsten Städte der Welt.

Auch das Aostatal gehört zu Oberitalien. Es ist das schönste, vielleicht auch das größte Tal der Alpen. An seinem Nordrand ragen die höchsten Berge der Alpen in den blauen Himmel: Montblanc, Matterhorn und Monte Rosa. Hundert Schlösser und Burgen verbergen sich im Wald des Aostatals und seiner vielen Seitentäler.


Toskana und Umbrien

Es geht weiter nach Süden. Da liegen die Toskana und Umbrien. Die Toskana ist eine der charakteristischsten Gegenden Italiens. Das gilt für die Landschaft, die weithin von klassischer Schönheit ist: ausgeglichen, harmonisch und friedvoll. Die vielen hundert altmodischen Städtchen sind bezaubernd. Vor allem aber ist es das Zusammenspiel aus Landschaft und Bebauung, das die Toskana zu Italiens großem Wohngarten macht. Florenz, Italiens größtes Museum, gehört zu ihr, aber auch Siena, Pisa, San Gimignano und die Insel Elba.

Noch weiter südlich: Rom, dann Neapel mit seinem Golf, schließlich Süditalien.


Superlative im Süden

Es gibt Leute, die behaupten, dass das wahre Italien erst in Neapel beginne. Was nördlich davon liege, sei nicht der Rede wert. Tatsächlich: Wo im Süden Italiens etwas Sehenswertes auftritt, ist es gleich ein Superlativ. So stehen südöstlich von Neapel, bei Paestum, Italiens besterhaltene griechische Tempelruinen. An der anderen Kante des Landes, an der Stiefelwade westlich von Bari, erhebt sich das Castell del Monte, das imposanteste Hohenstaufenschloß des Landes. Südlich von Bari findet man die Grotten von Castellana, Europas gewaltigstes Tropfsteinhöhlensystem. Und so geht das weiter.

Kurz vor der Stiefelspitze, zwischen Rossano und Catanzaro, liegt das Sila-Gebirge, das die Italiener ihre "Kleine Schweiz" nennen - prächtige Wälder, stille Seen und uralte Volksbräuche.

Der letzte Superlativ des italienischen Südens: die Strände rings um die Stiefelspitze. Es sind die feinsten, ausgedehntesten, angenehmsten und sandigsten von ganz Italien.

Von den Küsten war noch gar nicht die Rede. Im Westen zieht sich die Riviera hin, die vor Jahrzehnten noch Italiens vornehmste Gegend war. Die Adria, an der Ostküste, ist bei Touristen besonders beliebt.

Und wenn nicht: Wer in diese Gegend reist und nicht baden mag, der fährt ins Landesinnere. Und findet noch Schöneres als nur das Meer.



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