Reisen in Grossbritannien·Wales I
Eine Welt voller Mythen
und Legenden
Wales
liegt im südlichen Westen der britischen Insel, zwischen England
und dem Meer - mit einem ganz eigenen Charakter, mit einer einzigartigen
Landschaft.
Die Einwohner sprechen neben dem Englischen auch Walisisch, eine keltische
Sprache, und das keltische Erbe des Landes spiegelt sich in seiner überaus
reichen Kultur, die jedes Jahr auf so genannten "Eisteddfodau"
- Festivals der walisischen Musik und Dichtung - gefeiert wird.
Das Auffälligste an Wales sind die Ortsnamen. Pwllheli, Bwlch-Groes,
Pontrhydfendigaid und Llanarmon-Dyffryn-Ceiriog sind zwar bereits unaussprechlich,
aber noch harmlos gegen Llanfairpwllgwyngyllgogery-chwyrndrobwlllantysyliogogogoch
(zu deutsch: "Die Marienkirche bei der weissen Esche über dem
Strudel und die Kirche Sankt Tisilios bei der roten Höhle").
Man sieht: Die Waliser sind eigenwillig.
Ihre Landschaft ist es auch. Sie besteht aus riesigen Naturparks und,
an der Südküste zum "Bristol Channel" hin, aus einer
über alle Massen scheusslichen Art von Ruhrgebiet, über das
man am besten kein Wort mehr verliert.
Mit gleich drei Nationalparks innerhalb
seiner Grenzen und einer Küstenlinie von mehr als 750 Meilen ist
Wales natürlich ein ideales Ziel für Naturliebhaber.
Naturpark Nummer eins: Brecon Beacons Nationalpark,
gleich nördlich von der schon erwähnten Stahl- und Kohlegegend.
Hier findet man das Wales aus dem Bilderbuch. Auf den Hochmooren tummeln
sich Schafe und Ponys, in den bewaldeten Tälern sind viele anderswo
längst ausgestorbene Vogelarten zu Hause und die klaren Gewässer
haben so viele Fische, wie man nur will.
Nummer zwei: Pembrokeshire Coast Nationalpark,
im westlichsten Zipfel von Wales. Hier bestimmt das Meer den Charakter.
Die Klippen fallen steil zur See ab, und in den gezackten Felswänden
nisten Millionen von Seevögeln. Ein paar Felseninselchen gehören
dazu -Ramsey, Midland, Skokholm, Skomer und Grassholme - die als Vogelkolonien
zu Naturreservaten gemacht wurden. Man braucht eine Genehmigung, um hinüberzufahren
(bekommt sie aber leicht in den Küstenorten).
Nummer drei ist der grösste und populärste
Nationalpark; er liegt im Norden von Wales: der "Snowdonia".
Er hat seinen Namen nach dem 1085 Meter hohen Snowdon. Auch an den Hängen
dieses wilden Bergmassivs gibt es viele seltene Tiere und Vögel.
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