Londons weltberühmter Park in der Innenstadt, der Hyde Park, geht im Westen unmerklich in die etwa gleich grossen Kensington Gardens über. Beide zusammen bilden die weitaus grösste Grünfläche der Londoner: mehr als zwei Quadratkilometer.
Bis
zum 16. Jahrhundert gehörte die Anlage zur Westminster-Abtei. Aber
1536 trennte sich Heinrich VIII. von der römisch-katholischen Kirche,
löste alle Klöster auf und machte die Klostergärten zum
königlichen Wildpark. König Charles I. öffnete den Hyde
Park hundert Jahre später für das Publikum. Es wurde grosse
Mode, darin zu reiten oder Kutsche zu fahren. Der schattige Reitweg "Rotten
Row" im Süden des Parks wird noch heute viel benutzt. Im 18.
Jahrhundert wurde der langgezogene See geschaffen, die "Serpentine";
man staute das Wasser des Westbourne-Bachs auf.
In den benachbarten Kensington Gardens heisst das Gewässer "The Long Water". Die Brücke darüber ist die Grenze zwischen den beiden Grünanlagen. Den Parkbesuchern ist das egal. Sie rudern, segeln und baden auf und im Teich diesseits und jenseits der Brücke.
Im Hyde Park ist nahezu alles erlaubt. Beim Marble Arch liegt der berühmte Speaker's Corner: Hier kann jeder am Wochenende seine Meinung frei heraus sagen.
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