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Reisen in Grossbritannien·Die Engländer

Ganz wichtig: Fair Play

Man weiß, wie man sich den Engländer vorzustellen hat: kauzig, korrekt und reserviert.

Der Gentleman zieht sich auch auf einer Expedition in Neuguinea zum Dinner um. Und sein trockener Humor verläßt ihn selbst in den Klauen des Todes nicht. Am Wochenende läuft er in ausgebeulten Tweeds herum, aber er würde nie ohne Melone und gerollten Regenschirm in die Stadt fahren. Sein weibliches Gegenstück ist resolut, lebenstüchtig und gänzlich uneitel. Ihre modischen Interessen beschränken sich auf ein drei Tweedkostüme, fünf warme Twinsets und solide Schuhe. Mit ihrem Garten, dem alljährlich wiederkehrenden Wohltätigkeitsbazar und ihrer Hundezucht ist sie vollauf beschäftigt.

Ein Klischee? Natürlich. Doch findet man auf dem Lande noch ausreichend viele Engländer, die diesem traditionellen Klischee entsprechen, weil sie es ganz einfach lieben.

Jüngere Briten lassen sich heute auf den ersten Blick kaum noch von ihren Altersgenossen in Frankreich, Deutschland oder Skandinavien unterscheiden. Doch auch sie haben in aller Regel einige typische britische Eigenschaften, die unverwechselbar sind. Da ist zunächst der Sinn für Humor. Auch an Ironie fehlt es nicht; sie richtet sich oft gegen sich selbst und die eigenen Landsleute. Doch darf sich das nur ein Brite erlauben. Keinem "Alien" (das ist ein sehr britischer und nicht allzu freundlicher Ausdruck für jeden, der nicht von der Insel stammt) läßt man durchgehen, dass er sich in Gegenwart von Engländern über sie und ihr Mutterland lustig macht. Da hört der britische Sinn für Humor schnell auf.

Eine weitere Tugend: Höflichkeit und Hilfsbereitschaft. Sie zeichnet nicht nur die freundlichen Bobbies aus, die Polizisten, deren würdevolle Gelassenheit jedem Hilfesuchenden Vertrauen und ein Gefühl der Geborgenheit einflößt. Nein, jedermann bemüht sich, hilfsbereit zu sein. Und die Höflichkeit nimmt zuweilen Formen an, die sie in die Nähe dessen bringen, was man bei uns "Freundschaftlichkeit" nennen würde. Doch da darf man sich nicht täuschen: Es ist ein langer Weg, bis man die Freundschaft eines Briten gewinnt. Die hält dann allerdings bis zum Lebensende.

Ein dritter Vorzug: "Fair Play" in allen Situationen. Man liebt Schlichtheit, Aufrichtigkeit und Verläßlichkeit. Schlaue Tricks, Raffinesse und Intrigen sind "unbritisch" und verachtenswert.

Und noch eine hervorragende Eigenschaft: die Selbstdisziplin. Da ist zum Beispiel das Schlangestehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zur Perfektion entwickelt, heute ist es eine Weltanschauung. Wer sich vordrängelt, ist ein ungehobelter Mensch (und deshalb ganz bestimmt kein Brite). Es ist kurios zu beobachten, wie zwei einsame Wartende an einer Bushaltestelle artig und automatisch eine Schlange bilden.

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