Auch auf etlichen der Inseln, die vor Griechenland
im Mittelmeer liegen, läßt sich Antikes finden. Doch vor allem
reist man dorthin, um zu baden, zu wandern, sich zu sonnen und griechischen
Wein zu trinken.
Die Auswahl ist groß. Immerhin liegen vor Griechenlands zerfurchter Küste rund 2000 solcher Inseln, Inselchen und felsigen Eilande. Manche sind grün und üppig bewachsen, andere kahl und karstig. Eine der schönsten ist Korfu.
Kreta, 260 Kilometer lang, ist hingegen Griechenlands größte Insel. Sie war die Heimat des minoischen Reiches, das im dritten und zweiten vorchristlichen Jahrtausend hier existierte und die Wiege der griechischen Kultur darstellt.
Eine weitere große Insel ist Rhodos, dicht vor der türkischen Küste. Es trägt noch den Stempel der Kreuzritter vom Johanniterorden, die hier zuhause waren.
Zahlreiche der kleineren griechischen Inseln waren einst von dichtem Wald bedeckt. Doch im Mittelalter brauchten die Venezianer viel Holz für ihre Schiffe. So wurden ganze Inseln kahlgeschlagen; teilweise sind sie verkarstet.
Inzwischen sind auf vielen Inseln und Inselchen Hotels entstanden, vor
allem aber Fremdenpensionen. Und überall gibt es Privatzimmer. Alle
diese Inseln sind mit dem Schiff (zumeist vom Hafen Piräus aus) bequem
erreichbar. Und viele haben ihren eigenen Flugplatz.
Den Griechen sagt man nach, sie seien listenreich und überaus geschäftstüchtig. Wahr ist, daß sie gescheit sind und ihren Vorteil kennen. Viel wichtiger ist, daß den Griechen immer noch eine wahrhaft homerische Gastfreundschaft zu eigen ist. Sie können nirgendwo angenehmer und freundlicher untergebracht sein als im schlichten Gastzimmer eines griechischen Inselfischers.
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