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Reisen auf Gran Canaria·DIE GESCHICHTE

Die glückselige Hundeinsel

Der erste Tourist, der Gran Canaria besuchte, hieß Juba und war ein König in der benachbarten römischen Kolonie Marokko.

Juba zeigte sich nicht wenig erstaunt, als ihm große wilde Hunde entgegenliefen. Zwei nahm er mit, taufte das Eiland "Hundeinsel" und fuhr weiter.

Das war etwa um die Zeitwende. Die Römer, klassich gebildet, sagten nicht "Hundeinseln", sondern "Insulae Canariae".

Da hatten sie ihren Namen, die Kanarischen Inseln. Zwar nannte man sie - alten Sagen folgend - zuweilen auch "Die glückseligen Inseln". Aber der Hundename hielt sich besser, bis heute.

Die Guanchen haben nichts aufgezeichnet

Aus den darauffolgenden Jahrhunderten weiß man nicht viel. Die Ureinwohner der Inseln, die Guanchen, haben nichts aufgezeichnet. Bekannt ist nur, dass die Genuesen im 14. Jahrhundert eine Art Linienschiffsverkehr einrichteten und diese Inselbewohner für die Sklavenmärkte fingen.

Es ist heute schwer zu sagen, wie die Guanchen auf die Insel kamen. Man vermutet, dass es Berber waren, hochgewachsen und breitschultrig, die von Nordafrika herübergekommen waren, vor langer Zeit. Die marokkanische Küste ist von Gran Canaria ja kaum mehr als 100 Kilometer entfernt. Die Guanchen wohnten in Höhlen, hatten von Insel zu Insel kaum Kontakt und interessierten sich für die alte Heimat, für Afrika, überhaupt nicht.

Die Spanier, die im 15. Jahrhundert auf den Kanarischen Inseln landeten, waren sehr verblüfft. In ihrer Heimat wimmelte es von feinen und gebildeten Leuten; man stand am Beginn der Renaissance. Was die Spanier auf den Kanaren fanden, paßte nicht in ihr Weltbild: ein eigentümliches Volk, das den Anschluß an die Metallzeit nicht gefunden hatte (weil es dort gar kein Metall gab) und noch in der Steinzeit lebte. Die Guanchen kleideten sich in Felle, kannten nur Werkzeuge aus Holz oder Basalt und benutzten zum Pflügen lediglich Grabstöcke.

Aber sie waren kultiviert, hatten Priester und Könige, wohl auch eine Schriftsprache. Ihre Toten wurden nicht begraben, sondern einbalsamiert und meist in Höhlen gebracht; den ganzen Hausrat legte man dazu.

Als die Spanier kamen, zeigten die Guanchen, dass sie auch zu kämpfen verstanden - mit ihren primitiven Waffen. Sie wehrten sich über ein halbes Jahrhundert lang. Gegen die Ausrüstung der Eroberer hatten ihre kleinen Schilde und die Waffen aus Holz, Horn oder Stein auf die Dauer zwar keinen Erfolg, doch erst 1483 war Gran Canaria völlig in spanischer Hand. Die Eroberung der kleinen Insel hatte mehr Tote gekostet als die Einnahme des großen Aztekenreichs Mexiko.

Die Guanchen wurden unterworfen, getauft und vermischten sich mit den Neuankömmlingen. Nichts blieb übrig von ihnen - außer ihren Höhlen, den steinzeitlichen Funden in den Museen und vielen rätselhaften Geschichten.

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