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Thüringer Wald·Am Rennsteig II

Siebzehn Kilometer wandern

Erst im 19. Jahrhundert wurde der Rennsteig als Wanderweg bekannt, nachdem der Topograph Ludius von Plänckner ihn 1830 in fünf Tagen bewältigt hatte.

Nun, Sie werden vielleicht gar nicht die Absicht haben, den 168 km langen Rennsteig in seiner ganzen Länge zu durchwandern. Drum haben wir Ihnen auf seinem schönsten Abschnitten eine Wanderungen ausgesucht - 17 Kilometer lang.

Sie beginnt in Oberhof, ein Dutzend Kilometer westlich von Ilmenau. Von dort spazieren Sie südlich entlang der nach Zella-Mehlis führenden Straße. Nach wenigen Minuten erreichen Sie das "Rondell", ein steinernes Denkmal, das im vorigen Jahrhundert für die Vereinigung der deutschen Länder errichtet wurde. Hier kreuzt der Rennsteig (bezeichnet mit einem "R") die Straße. Sie folgen ihm links in südöstlicher Richtung.

Nach vier Kilometern führt der Rennsteig um die Kuppe des höchsten Berges des Thüringer Waldes. Steigen sie vollends hinauf auf den 982 Meter hohen Großen Beerberg! Dort oben liegt auch das Naturschutzgebiet des Beerberg-Hochmoors. Der Hochwald, der einst auf der Bergkuppe wuchs, wurde 1946 von einem gewaltigen Sturm niedergemäht. Jetzt sehen sie wieder teils recht schüchternen Jungwuchs. Aber inzwischen haben sich doch wieder etliche Birk- oder Auerhähne angesiedelt.

Auf dem Rennsteig weiterwandernd, erreichen Sie "Plänckners Aussicht". Hier - am Gedenkstein für den ersten Rennsteig-Wanderer, von dem oben schon die Rede war - erreicht der Weg mit 973 Metern seinen höchsten Punkt. Vor Ihnen liegen, tief unten, das Städtchen Suhl und das romantische Dörfchen Goldlauter.

Nach weiteren anderthalb Kilometern kommen Sie zum "Jägerstein". Da wurde ein Jäger erschossen. Von diesem Ereignis und der sich anschließenden Legende über Hexenkunst und Zauberkugeln ließen sich Friedrich Kind und Carl Maria von Weber zum "Freischütz" inspirieren.

Vom Jägerstein geht es östlich abwärts zur "Schmücke", einer Gaststätte. Im Südosten erhebt sich der 944 Meter hohe Große Finsterberg. Und im Nordosten steigt über dem Freibach- und dem Sperbachtal der Kickelhahn mit seinem Turm empor. Dort drüben dichtete Goethe "Wanderers Nachtlied": "Über allen Gipfeln ist Ruh".

Von der "Schmücke" gehen Sie in westlicher Richtung zurück, wieder vorbei am Jägerstein, bis der Rennsteig die Fahrstraße von der Schmücke nach Oberhof berührt. Hier "Am Adler" - so heißt die Stelle - wenden Sie sich nach Norden.

Sie überqueren die Fahrstraße und wandern durch den leicht abfallenden Schmückergraben - vorbei am Geyerfelsen, einem mächtigen Porphyrblock mit drei spitzen Zinnen, die wie Termitenhügel aussehen - bis nach Langebach.

Kurz hinter Langebach wandern Sie nordwestlich, dem Schnabelbach entlang, über die "Golfwiese" wieder hinauf nach Oberhof.

>> Im Norden thüringisch, im Süden fränkisch
>> Siebzehn Kilometer wandern
>> Die Wanderung geht weiter
>> Einst mondän: Bad Liebenstein
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